Willkommen auf unserem Leseblog




Auf diesem Blog stellen wir euch Bücher vor, die wir (Kleeblatt und Kerry) lesen werden bzw. die wir gerade gelesen haben.
Jedes Buch wird von uns mit Noten (Pfoten - siehe rechte Sidebar) bewertet, die nur unsere eigenen Meinungen wiederspiegeln.

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Samstag, 5. September 2015

[Rezension] Elke Schwab - Baccus-Borg 01: Tödliche Besessenheit


Leseprobe




Eckdaten:
Broschiert: 336 Seiten
Verlag: Solibro Verlag (2. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932927958
ISBN-13: 978-3932927959
Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 2,8 x 19,2 cm

Inhalt gem. Solibro:
Die tote Frau am Fuße eines Saarbrücker Hochhauses scheint ein Routinefall für die Kommissare Lukas Baccus und Theo Borg zu werden.
Doch als nur wenige Stunden später die enthauptete Leiche eines einflussreichen Immobilienmaklers gefunden wird, dämmert den beiden, dass sie es mit dem Beginn einer Reihe grausamer Ritualmorde zu tun haben. Wer steckt hinter diesen fürchterlichen Verbrechen? Je näher die Polizisten der Lösung kommen, desto gefährlicher wird ihre Jagd nach dem raffinierten Täter, der den Ermittlern immer einen Schritt voraus ist ...

Zum Buch:
Lukas Baccus und Theo Borg sind zwei Saarbrücker Ermittler und auch Freunde. Während Lukas mit seiner Frau Marianne verheiratet ist, geht Theo als Single durchs Leben.
Als sich eine Frau unter Drogeneinfluss aus dem Fenster stürzt, sieht es zunächst wie ein ganz "normaler" Fall aus. Die Vermutung auf Selbstmord liegt nah. Die Ermittlungen beginnen, aber es gibt da jemanden, der den beiden Ermittlern böses will, denn interne Angaben werden an die Presse weitergeleitet. Ihr Chef tobt und ihnen wird der Fall weggenommen. Ihre Kolleginnen Monika Blech und Andrea Peperding sollen diesen nunmehr aufklären.
Kurz darauf gibt es einen weiteren Toten. Der stadtbekannte Immobilienmakler Udo Pfeiffer wird geköpft in seinem Bett aufgefunden. Juliane, seine Frau fand ihn tot vor. Aus Mangel an Personal bekommen Lukas und Theo den Fall zur Bearbeitung.
Es bleibt nicht bei dem einen Mord. Schnell wird klar, dass es Zusammenhänge zwischen den einzelnen Morden gibt.
Lukas kommt zusätzlich in Bedrängnis, denn er verliebt sich in Juliane, der jungen Witwe, die in Verdacht steht, irgendetwas mit den Morden zu tun zu haben. Lukas hält die Hand über sie und Theo versucht verzweifelt nachzuweisen, dass sie schuldig ist. Das stellt ihre Freundschaft auf eine Belastungsprobe...

Endlich, endlich wurde auch der 1. Teil der Reihe um die beiden Ermittler Lukas Baccus und Theo Borg verlegt. Nachdem ich die Bände 2 - 4 gelesen hatte, wollte ich schon immer wissen, wie denn alles angefangen hat.

Lukas und Theo kennen sich schon jahrelang und sind gut miteinander befreundet. Sie sind ein aufeinander eingespieltes und recht erfolgreiches Team in der Verbrechensbekämpfung.
Während sie den Fall von Udo Pfeiffer in Angriff nehmen, müssen sie gleichzeitig gegen einen Unbekannten vorgehen, der sie in Misskredit bringen will. Es scheint jemand zu sein, der sie kennt, ein Polizist oder zumindest jemand, der sich dort bestens auskennt. Nur durch den permanenten Mangel an Ermittlern wird ihnen dieser Fall nicht auch noch entzogen.
Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen, während sich die Anzahl der Toten häuft. Personen, die verdächtigt wurden, gehören plötzlich zu den Toten.
Lukas, der immer die Hand über Juliane hält, wird angesteckt vom Misstrauen Theos, und plötzlich befindet er sich unmittelbar in der Gefahrenzone, denn der Mörder schläft nicht. 


Der Auftaktband der Reihe um die beiden Ermittler Lukas und Theo lässt den Leser die Protagonisten kennenlernen, wie auch ihre unmittelbaren Kollegen sowie Lukas' Frau. 
Diese Protagonisten wird man in den Folgebänden noch besser kennenlernen.

Lukas und Theo sind ein tolles Team, die es verstehen, effizient ihre Ermittlungen zu betreiben. Lukas hat sich in seiner Beziehung zu Juliane nicht gerade mit Ruhm bekleckert, so dass meine Sympathie für ihn sich hier leicht in Grenzen hielt. Diese Wechselbäder der Gefühle, seiner Frau und Juliane gegenüber, waren mir ein wenig zu viel.

Die Ermittlungen der beiden wurden ständig durch neue Erkenntnisse bzw. Morde erschwert. Für den Leser blieb lange Zeit alles im Dunkeln. Sicher versucht man als Leser schon während des Lesens herauszufinden, wer der Mörder denn nun sein könnte, aber das wurde hier sehr erschwert. Lange habe ich falsch gelegen, obwohl ich immer einen Gedanken im Hinterkopf hatte, der sich dann bestätigte.

Von Beginn an wurde Spannung geboten, die sich ständig steigerte. Der Showdown hätte meiner Meinung nach ein bisschen deftiger sein können, das ging mir ein wenig zu schnell.

Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte unbedingt mit diesem Teil beginnen, obwohl jeder auch für sich gelesen werden kann.
Ich empfehle das Buch sehr gern weiter.

Reiheninfo:
Baccus-Borg 01: Tödliche Besessenheit
Baccus-Borg 02: Mörderisches Puzzle
Baccus-Borg 03: Eisige Rache
Baccus-Borg 04: Blutige Mondscheinsonate

Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen vom Solibro-Verlag)

Im Nordosten von Frankreich in einem alten elsässischen Bauernhaus entstehen die spannenden Krimis der gebürtigen Saarländerin Elke Schwab. In der Nähe zur saarländischen Grenze schreibt und lebt sie zusammen mit Lebensgefährte samt Pferden, Esel und Katzen.
Elke Schwab wurde 1964 in Saarbrücken geboren und ist im Saarland aufgewachsen. Nach dem Gymnasium in Saarlouis arbeitete sie über zwanzig Jahre im Saarländischen Sozialministerium, Abteilung Altenpolitik.
Schon als Kind schrieb sie über Abenteuer, als Jugendliche natürlich über Romanzen. Später entschied sie sich für Kriminalromane. Vor elf Jahren brachte sie ihr erstes Buch auf den Markt. Seitdem sind elf Krimis und drei Kurzgeschichten von ihr veröffentlicht worden. Ihre Krimis sind Polizeiromane in bester „Whodunit“-Tradition. Neben Baccus und Borg ist Hauptkommissar Kullmann eine ihrer Hauptfiguren.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag




bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Von Elke Schwab wurden von uns gelesen und rezensiert (ist erst sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird):




Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 4. September 2015

[Rezension] Wiebke Lorenz - Alles muss versteckt sein



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 352
ISBN: 978-3-89667-469-2
Erscheinungstermin:
3. September 2012
Format: Broschiert
Verlag: Blessing



Klappentext gem. Blessing:
Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, betrachtet sich als Gefahr für sich selbst und andere. Monatelang kämpft sie gegen die grausamen Mordfantasien an, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken, ständig verbunden mit der Panik, sie könne diese furchtbar realen Fantasien eines Tages nicht mehr kontrollieren und in die Tat umsetzen. Und dieser Tag kommt, als Marie neben ihrem toten Freund erwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird sie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit zum Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie verurteilt. Dort sucht Marie verzweifelt nach Erinnerungen an die Mordnacht, denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu verstehen und ihr helfen zu wollen. Aber schon bald wächst in Marie der Verdacht, dass in Wahrheit vielleicht nichts so gewesen ist, wie es scheint …


Rezension:
Die 38-jährige Marie Neumann hat das Schrecklichste getan, was sie sich nur vorstellen konnte. Sie hat ihren Freund, den Bestsellerautoren Patrick Gerlach, im Schlaf mit einem Messer erstochen. Dafür wurde sie verurteilt und ist seitdem in der forensischen Psychiatrie. Marie weiß, dass sie es gewesen ist, hatte sie es sich doch bereits vorher immer wieder ausgemalt, wie es wäre, mit einem Messer Patrick zu ermorden, doch erinnern, erinnern kann sich Marie nicht an die Tat, nur daran, dass sie neben Patricks Leiche aufgewacht ist und das Messer, durch das er starb, noch immer in ihrer Hand war.

Dabei lief es zwischen Patrick und ihr so gut, trotz ihrer Erkrankung. Früher, gefühlt in einem anderen Leben, war Marie einst verheiratet gewesen, glücklich in ihrem Job als Kita-Erzieherin und Mutter einer kleinen Tochter. Damals war ihre Welt noch in Ordnung, damals war alles gut - doch ein Unfall zerstörte ihre heile Welt für immer. Ihr kleines Mädchen starb, weil Marie, davon ist sie überzeugt, nicht gut genug auf sie aufgepasst hat. Ihre Ehe hat den Verlust des einzigen Kindes nicht verkraftet, ihr Mann hatte eine Affäre, aber eigentlich war das Marie zu dem Zeitpunkt schon egal. Marie und ihr Mann ließen sich scheiden und Marie arrangierte sich mit ihrem neuen Leben als alleinstehende, berufstätige Frau. Doch dann kamen sie, die Gedanken, die von jetzt auf gleich ihr ganzes Leben beherrschten. Im Internet fand sie heraus, dass es sich um "aggressive Zwangsgedanken" handelt, welche teils als unheilbar gelten.

Irgendwie schaffte es Marie, auch mit Hilfe einer Internetbekanntschaft, sich an dieses Leben zu gewöhnen und als sie dann zufällig Patrick kennenlernte, schien alles wieder möglich zu sein. Doch nun muss sie sich mit der Tatsache auseinander setzen, dass sie ausgerechnet den Mann, den sie so liebte, getötet hat. Zwar versucht man in der Psychiatrie, ihr zu helfen - doch will sie sich wirklich helfen lassen? Sollte man nicht eher den Schlüssel zu ihrer Zelle wegsperren? Ihr behandelnder Arzt, Dr. Jan Falkenhagen, ist jedoch nicht bereit, so einfach aufzugeben - zusammen mit Marie will er ergründen, wie es dazu kam, dass diese einst sanfte Frau zur Mörderin wurde. Marie will sich mit dem Thema eigentlich nicht weiter auseinandersetzen, denn das würde bedeuten wirklich zu realisieren, dass sie ein Monster ist, so wie sie es immer befürchtet hat und solange das nicht feststeht, besteht doch noch Hoffnung, oder?


Denken ist nicht tun! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders faszinierend empfand ich die Thematik des Buches und wie die Protagonistin mit ihrer Erkrankung umgegangen ist und wie es möglich ist, dass aus Gedanken, egal wie sehr man sich bemüht, doch irgendwann Taten werden können. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Gerade das Denken und Handeln der Protagonistin hat mich in diesem Buch sehr vereinnahmt, denn allein die Möglichkeit, dass, egal wie sehr man sich bemüht, am Ende alles vergebens ist und man daran zerbricht, empfand ich sehr gut dargestellt. Auch die inneren Zweifel, wie es, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, dazu kommen konnte, faszinierten mich bis zum Schluss. Den Schreibstil empfand ich als geradezu fesselnd zu lesen, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte, ich musste einfach wissen, wie es endet. Bei diesem Buch handelt es sich um das erste der Autorin, das ich gelesen habe, aber ich weiß jetzt schon: Es wird nicht das letzte gewesen sein!

Bewertung

Von Wiebke Lorenz / Leonie Winter wurden gelesen und rezensiert:



Von Anne Hertz wurden gelesen und rezensiert:
 


Die Autorin:

(Text vom Blessing Verlag)
Wiebke Lorenz, geboren 1972 in Düsseldorf, studierte in Trier Germanistik, Anglistik und Medienwissenschaft und lebt heute in Hamburg. Sie arbeitet journalistisch für Zeitschriften wie „Cosmopolitan“, schreibt Drehbücher für TV-Filme. Ihre Romane „Liebe, Lügen, Leitartikel“ (2000), „Was? Wäre? Wenn?“ (2003) und "Allerliebste Schwester" (Blessing 2010) waren bei Kritik und Publikum höchst erfolgreich.






Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir von meiner Mutter geliehen.

[Rezension] Rose Snow - Acht Sinne: Band 3 der Gefühle



Vorab ein paar Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 476 KB
Seitenzahl: 296 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B014C18V2G


Klappentext gem. Amazon:
Tauche ein in die Welt der 8 Sinne:
Wut. Ekel. Trauer. Wachsamkeit. Freude. Erstaunen. Vertrauen. Angst.
Welches Gefühl ist Deines?

Während Ben sich auf sein magisches Duell vorbereitet, kommt Lee dem Geheimnis ihrer Feinde immer näher. Dabei setzt sie nicht nur einiges aufs Spiel, sondern muss auch erkennen, dass der Kampf, der sie erwartet, viel größer ist, als sie dachte ...


Rezension:
Ben und Lee sind im Land des Ekels, Bens Heimatland, unterwegs. Ben fühlt sich hier natürlich pudelwohl, während Lee sich einfach nur ekelt, aber ehrlich, wer mag auch schon Maden und dergleichen? Doch es muss sein, denn noch immer ist Lee auf der Suche nach dem Lichtstein, von dem das Orakel gesprochen hat und das Orakel hat eindeutig gesagt, dass Ben sie zum Lichtstein bringen würde - auch wenn das eine eklige Reise wird. Natürlich fällt den beiden der Lichtstein nicht so vor die Füße, doch Lee hat eine Idee, wo er sein könnte. Im Ministerium des Ekels, von den Bewohnern des Landes liebevoll Sumpfburg genannt (der Name ist Programm), könnte er aller Wahrscheinlichkeit nach stecken.

Tatsächlich gelangen die Beiden nach einigen ekelerregenden Etappen zur Sumpfburg, doch nur Ben als Ekelträger hat dort Zutritt, für Lee ist dieser verwehrt, was jedoch nicht bedeutet, dass sie sich geschlagen gibt. Zusammen betreten sie nicht ganz legal die Burg, aber was sein muss, muss sein. Wider erwartend ist Ben nicht ohne Hintergedanken zu der Burg gegangen und auch nicht nur, um den Lichtstein zu suchen. Er hat seine Prüfung zum Reisenden nicht geschafft und bittet um Wiederholung - was jedoch abgelehnt wird. Derweil hat Lee die Möglichkeit, den Lichtstein zu suchen und wird an einem ausgesprochen ekelerregendem Ort fündig. Zusammen gelingt ihnen, mit dem Lichtstein, die Flucht, doch diese währt nicht lange, denn sie landen unmittelbar in einer unterirdischen Höhle der Totaa.

Nun ist guter Rat teuer, immerhin sind sie nur zu zweit und die Gegner nicht nur in der Überzahl, sondern auch übermächtig. Dann geschieht auch noch das, was Lee bereits in einer Vision vorhergesehen hat - ausgerechnet in der Höhle des Feindes verliert sie den Lichtstein. In letzter Sekunde können Ben und Lee mit unerwarteter Hilfe fliehen, doch das Wissen nagt gerade an Lee, dass der vorletzte der perfekten Lichtsteine nun auch in den Händen der Totaa ist. Darüber hinaus kommt es noch zu einem Zerwürfnis mit Ben, sodass sich Lee allein auf den Weg macht, den letzten Lichtstein zu finden und die Vernichtung der Welt der Sinne zu verhindern ...


Der 3. Band der 8-Sinne-Reihe! Den Plot wurde wieder spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir hier die Interaktion der Figuren Ben und Lee gefallen, denn sie können zwar nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander und so kommt es zwischen den Beiden immer zu herrlichen Wortgefechten, die ich persönlich immer sehr genieße. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei in diesem Band eindeutig mein Herz für Ben schlug, denn gerade in diesem Band merkt man als Leser, dass nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint und auch in Ben mehr steckt, als nur ein schnöder Macho. Den Schreibstil empfand ich erneut als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe. Nun beginnt die Zeit des Wartens, denn mit den ersten drei Bänden ist die Geschichte noch nicht zu Ende.

Bewertung


Von Rose Snow bereits gelesen und rezensiert:
 
Die Autorinnen über sich:
Hinter dem Pseudonym Rose Snow stecken wir, Carmen und Ulli. Zusammen sind wir 68 Jahre alt, haben 2 Männer, 6 Kinder und einen Hund. Wir können ewig reden, lieben Pizza und Schokolade und lachen unheimlich gerne, vor allem über uns selbst.
Seit erschreckenden 20 Jahren sind wir befreundet. Wir kennen uns aus unserer Schulzeit und schreiben trotz der Distanz Wien – Hamburg miteinander. Bedeutet: Unzählige Stunden via Skype, schallendes Gelächter, das die Nachbarn auf den Plan ruft und das Teilen tiefster Geheimnisse, auch wenn sie noch so peinlich sind. (übernommen von Autoren-HP)

Zur Homepage der Autorinnen kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich gerne bei



für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken.

Ach ja, wer keine E-Books mag, die Bücher gibt es auch als Printversion.

Donnerstag, 3. September 2015

[Rezension] Nicci French - Dunkler Donnerstag (Band 4)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 448
ISBN: 978-3-570-10165-0
Erscheinungstermin:
27. Oktober 2014 (2. Auflage)
Preis: 1
4,99 EUR (D), 15,50 EUR (A), 20,50 CHF
Format:
Broschiert
Verlag:
C. Bertelsmann


Klappentext gem. C. Bertelsmann:
Als Frieda Klein unerwarteten Besuch von einer alten Schulfreundin erhält, die sie um psychotherapeutische Hilfe für ihre Tochter bittet, ahnt sie nicht, worauf sie sich da einlässt ... Die Fünfzehnjährige ist verstockt und magersüchtig. Und bald stößt Frieda auf den Grund: Becky wurde eines Nachts in ihrem Zimmer von einem Unbekannten vergewaltigt. In Frieda reißt die Geschichte alte Wunden auf. Sie beschließt, sich ihrer Vergangenheit zu stellen … Ein packender Thriller, bei dem man Frieda durch London begleitet und auf falschen Spuren in ihre Heimatstadt Braxton, wo alle ihr bald mit wachsendem Misstrauen begegnen ...


Rezension:
Völlig unerwartet bekommt die 39-jährige Psychotherapeutin Frieda Klein Besuch aus ihrer Vergangenheit. Eine ehemalige Klassenkameradin, Madeleine Capel, bittet sie um Hilfe. Deren 15-jährige Tochter Rebecca hat sich in letzter Zeit sehr verändert und das nicht unbedingt zum Guten. Becky isst nicht mehr,  hat Probleme in der Schule und isoliert sich. Reden können Mutter und Tochter seit einiger Zeit schon nicht mehr miteinander. Frieda ahnt, dass Becky therapeutische Hilfe benötigt und erklärt sich zu einem Gespräch mit der jungen Frau bereit. Tatsächlich merkt Frieda bereits bei diesem ersten Kennenlerngespräch, dass es Dinge gibt, die die junge Frau sehr belasten, ja an denen sie sogar zu zerbrechen droht. Obwohl Frieda nicht die richtige Therapeutin für sie ist, vereinbart sie einen weiteren Termin, um Becky besser kennen zu lernen und ihr schlussendlich bei der Wahl des richtigen Therapeuten zu helfen.

Tatsächlich öffnet sich Becky während des zweiten Gesprächs mit Frieda und offenbart unfassbares: Sie wurde im Haus ihrer Mutter vergewaltigt. Es war dunkel, sie weiß nicht, wer es war und ihre Mutter hat davon nichts mitbekommen. Auch traut sich die junge Frau nicht, sich ihrer Mutter zu offenbaren, da sie Angst hat, dass diese ihr nicht glauben würde. Aber Frieda, Frieda glaubt ihr, denn Frieda weiß, dass Becky die Wahrheit gesagt hat, denn vor 23 Jahren passierte Frieda genau dasselbe. Doch im Gegensatz zu Becky erzählte Frieda ihrer Mutter davon, die ihr nicht glaubte und sie ging zur Polizei, die die Ermittlungen jedoch relativ schnell einstellten. Kurz darauf verließ Frieda für immer Braxton in Suffolk, um in London zu leben.

Auch wenn sie es noch nicht beweisen kann, weiß Frieda, dass es sich um ein und denselben Täter handelt, denn er flüsterte Becky die gleichen Worte zu, wie ihr selbst vor so langer Zeit. In ihrem neuen Leben hat Frieda niemandem von dieser traumatischen Erfahrung berichtet, aber was das richtig? Immerhin sind ihre Freunde ihre Familie. Frieda beschließt, ihren Freunden endlich reinen Wein einzuschenken und ihnen ihre Vergangenheit zu offenbaren. Doch auch Becky beschließt, sich diesem traumatischen Erlebnis zu stellen und berichtet ihrer Mutter von der Vergewaltigung - und diese glaubt ihrer Tochter nicht, ja schlimmer noch, sie wäre der Meinung, sie würde sich nur aufspielen. In einer E-Mail berichtet Becky Frieda davon und auch von ihrer Absicht, zur Polizei zu gehen und eine Therapie zu beginnen. Frieda ist froh, dass das Mädchen solch einen starken Charakter hat und ihr Leben wieder in den Griff bekommen will. Dann jedoch wird Becky tot aufgefunden, es sieht nach Selbstmord aus und auch ihre Mutter glaubt, dass Becky mit allem nicht mehr klar kam und ihrem Leben ein Ende gesetzt hat - alle glauben das, bis auf Frieda. Sie weiß, dass Becky ermordet wurde und beschließt nach über zwanzig Jahren wieder in ihre Heimatstadt zurückzukehren und Nachforschungen anzustellen, denn sie weiß, der Mann, der erst sie und dann Jahre später Becky vergewaltigte, ist auch für ihren Tod verantwortlich und er treibt noch immer sein Unwesen und wird weiter vergewaltigen, bis er gestellt wird.


Der 4. Band der Frieda-Klein-Reihe! Der Plot wurde sehr spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Leser in diesem Band deutlich mehr über Friedas Vergangenheit erfährt und daraus auch die Schlussfolgerung nahe liegt, warum sie so ist, wie sie heute ist. Dieser Band ist definitiv Friedas persönlichster Fall und eigentlich ist es ein Wunder, dass sie so eine starke Persönlichkeit geworden ist, denn der Leser lernt hier nicht nur einen entscheidenden Teil von Friedas Vergangenheit kennen, sondern auch einen Teil ihrer Familie und mit einer solchen hätte man bei einer Figur wie Frieda wohl nicht gerechnet. Die Figuren wurden wieder facettenreich und authentisch in Szene gesetzt. Beeindruckt war ich von der Figur der Frieda, die trotz schwieriger Voraussetzungen, wie der Leser in diesem Buch erfährt, eine starke und verantwortungsbewusste Frau geworden ist, allerdings habe ich immer noch Fragen zu dieser Figur, denn teils agiert sie nach wie vor für mich unverständlich, allerdings hoffe ich, dass die nächsten Bände mir hier Aufschluss geben. Den Schreibstil kann ich nur als spannend und emotional beschreiben, der mich förmlich an das Buch gefesselt hat und mich bis zum Ende der Lektüre nicht mehr losließ. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung "Mörderischer Freitag", die demnächst erscheint und wo der Klappentext schon ausgesprochen vielversprechend klingt.


Bewertung

Von Nicci French bereits gelesen und rezensiert:


Die Autoren: 

Nicci French - hinter diesem Namen verbirgt sich das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French. Seit langem sorgen sie mit ihren höchst erfolgreichen Psychothrillern international für Furore. Die beiden leben mit ihren Kindern in Südengland. "Blauer Montag" ist der Beginn einer neuen 8-teiligen Krimireihe mit der Therapeutin Frieda Klein als Serienheldin. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage der Autoren kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 


bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

[Rezension] Mathias Malzieu - Der kleinste Kuss der Welt


Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 144
ISBN: 978-3-570-58547-4
Erscheinungstermin: 31. August 2015 (1. Auflage)
Preis: 12,99 EUR (D), 13,40 EUR (A), 17,90 CHF
Format: Paperback 
Verlag: carl´s books

Klappentext gem. carl´s books:
Leseprobe: Ich hatte den kleinsten Kuss der Welt im Théâtre du Renard verloren. Er war mir mitten in der Nacht beim Tanzen von den Lippen geglitten, als mein Blick auf ein blaues Petticoatkleid mit großen weißen Tupfen fiel. Anmut, Sinnlichkeit und Verlockung. Ein Hauch von Geheimnis. Immer, wenn ich mich ihr nähern wollte, entwischte sie mir. Nach einem getänzelten Slalom stand ich endlich der Frau gegenüber, die mich magnetisierte. Ich brachte kein Wort heraus. Aus Angst, die Flut könnte sie abermals davonspülen, küsste ich sie. Der Anflug eines Kurzschlusses. Wir berührten einander kaum. Der kleinste Kuss der Welt. Ein grelles Licht, und dann nichts. Sie war fort. Als wäre ihr Mund ein magischer Schalter – wenn man ihn umlegt, löst sie sich in Luft auf. Ich hörte sie davongehen, hörte ihre Schritte verklingen. Sie war also gar nicht verschwunden, sie war bloß unsichtbar geworden! Wir hatten einander den kleinsten Kuss der Welt gegeben, und sie hatte sich verflüchtigt, abrupt wie ein Stromausfall. Ich musste sie unbedingt wiederfinden.

Rezension:
Er ist ein 37-jähriger deprimierter Erfinder, der im Théâtre du Renard den kleinsten Kuss der Welt verloren hat. Als er sie sah, war er sofort von ihr fasziniert, doch kaum berührten seine Lippen die ihren, war sie verschwunden, einfach unsichtbar, denn er wusste, dass sie noch da war, er hörte das Geräusch ihrer Schritte, nur sah er sie nicht mehr. Doch wie soll er sie, die Unsichtbare, in einer großen Stadt wie Paris nur wiederfinden?

Erstaunlicherweise weiß seine Apothekerin Rat. Louisa weiß von einem pensionierten Privatdetektiv, der auf solch spezielle Fälle ausgerichtet ist. Kurz darauf macht er die Bekanntschaft von Gaspard Neige, in den er all seine Hoffnungen steckt, doch dieser verweist ihn auf seinen überaus talentierten Papagei, der schon immer eine Schwäche für schöne Frauen hatte und diese anhand ihrer speziellen Merkmale findet. Tatsächlich weiß er nicht viel von ihr, nur dass ihre Lunge einen Pfeifton in d-Moll von sich gibt und ihre Lippen nach elektrischen Himbeeren schmecken. Nun ist guter Rat teuer, denn damit der Papagei die Unsichtbare finden kann, muss er erst den Pfeifton hören und optimaler Weise auch ihre Lippen schmecken.

Tatsächlich gelingt es ihm mit einer List und dank der Hilfe der Apothekerin Louisa, an den Lungenpfeifton zu kommen und er schickt damit den Papagei durch Paris. Dieser kommt mit einigen Antworten wieder, doch sind diese nicht eindeutig. Zum Glück ist er Erfinder, wenn auch ein deprimierter, doch es liegt in seiner Natur, Dinge zu erfinden und so wird er alles daran setzen, den Geschmack von elektrischen Himbeeren einzufangen, denn so sollte es dem Papagei möglich sein, die eine zu finden ...


Ein alles verändernder Kuss! Der Plot wurde wieder fantastisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie sich der Erfinder und die Unsichtbare miteinander arrangieren, nachdem er sie endlich gefunden hat. Die Protagonisten wurden facettenreich erarbeitet, wobei mein Herz hier eindeutig für die Unsichtbare schlägt, denn diese hat kein leichtes Schicksal und dass sie nach einem Kuss unsichtbar wird, macht das ganze nicht besser, aber sie weiß was sie will und ist bereit alles zu riskieren, um das zu schützen, was sie liebt. Den Schreibstil empfand ich als geradezu bezaubernd zu lesen, ich fühlte mich förmlich in die Geschichte hinein katapultiert und habe sie erst nach Ende der Lektüre wieder verlassen.
Bewertung: 

Von Mathias Malzieu bereits gelesen und rezensiert:



Der Autor:
Mathias Malzieu, geboren 1974 in Montpellier, Frontmann der französischen Kultband "Dionysos", ist ein Meister im Erfinden von einzigartigen Traumwelten. Nach dem internationalen Überraschungsbestseller Die Mechanik des Herzens wurde auch Metamorphose am Rande des Himmels zu einem sensationellen Erfolg in Frankreich. Malzieus nächster Roman erscheint in Kürze in Frankreich. (übernommen von Randomhouse)
Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei


bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben. 

Mittwoch, 2. September 2015

[Rezension] Carrie MacAlistair - Die weiße Lakota



Leseprobe



Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 963 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 330 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B005O17C60

Inhalt gem. Amazon:
Territorium Nebraska, Frühsommer 1863
Bei einem Überfall der Sioux und Cheyenne auf eine Siedlung im Grenzgebiet werden Maggie MacPhersons Eltern getötet und die schwerkranke Schwester Pamela von den Angreifern verschleppt. Um Pamelas Leben zu retten, bietet sich Maggie als Austauschgefangene an, denn sie ist gesund und kräftig. Der Händler Eddy Andrews, der mit den Lakota (Sioux) befreundet ist, hilft Maggie, ihre Schwester zu finden und verhandelt mit dem Häuptling.
Pam darf schließlich mit dem Händler gehen, während für Maggie gezwungenermaßen ein neues Leben beginnt. Doch es dauert nicht lange, bis sie ihre Meinung über die angeblich wilden und mordlüsternen Heiden ändert; Tag für Tag lernt sie mehr über die Kultur und Traditionen der Lakota – und fängt an, sich bei ihnen wohlzufühlen.
Als der Händler Maggie Monate später mitteilt, dass ihre Schwester nur eine Woche nach der Heimkehr gestorben ist, steht für Maggie fest, dass sie bleibt. Die Medizinfrau Possesses Magical Power und die alleinerziehende junge First Born Daughter sind nun ihre Familie. Während einer Zeremonie bekommt Maggie einen neuen Namen: Faithful.
Nun ist sie ein Teil des Volkes - und da gibt es auch noch den stolzen Krieger Raven, der um sie wirbt ...

Zum Buch:
Gemeinsam mit ihrer Schwester Pamela und den Eltern kommt Maggie MacPhersons nach Nebraska, wo sie ein Stück Land bekommen haben und ein neues Leben beginnen wollen. Pamela ist schwer krank und kann keine schweren Arbeiten verrichten. Die Bedrohung durch die Indianer werden von den MacPhersons und den anderen aus der Siedlung nicht ernst genommen.
Als Maggie eines Tages nach Hause kommt, sind ihre Eltern bei einem Indianerangriff getötet worden und ihre Schwester entführt.
Sie weiß, dass das Pamelas Tod bedeuten könnte und überredet den Händler Eddy Andrews, der sich zwischen den Stämmen und Siedlern bewegen kann, sie zu den Lakotas mitzunehmen, von denen ihre Schwester entführt wurde.
Von den anderen Siedlern wird ihr davon abgeraten, allein als Frau zu den Indianern zu gehen, aber sie lässt sich nicht hineinreden und setzt sich durch.

Nach langer Zeit ist es ihnen gelungen, das Dorf der Indianer zu erreichen. Sie trifft ihre Schwester noch lebend an und kann auch mit Hilfe von Eddy den Deal vornehmen, dass diese sie statt ihre Schwester im Lager behalten.
Nur kurz können sich die Schwestern sprechen, denn schon bald heißt es Abschied nehmen voneinander. Pamela macht sich auf den Weg mit Eddy zur Siedlung der Weißen zurück und Maggie wird von nun an bei den Indianern leben, weitweg von allem gewohntem und bekanntem.

Maggie findet sich erstaunlich schnell in die tägliche Routine der Indianer ein und weiß, welche Aufgaben sie zu verrichten hat. Sie findet ihren Platz in der Gemeinschaft und es beginnt ein Umdenken. 
Sie sieht die Indianer mit anderen Augen, nicht mehr als Wilde, wie es ihr jahrelang vorgelebt wurde. Bald fühlt sie auch wie eine Indianerin und ist bestrebt, diese zu beschützen.
Sie findet Freunde, ist in die Gemeinschaft integriert und sogar die große Liebe wartet dort auf sie.
Zu ihrer großen Freude bekommt sie auch einen eigenen Namen, wie es bei den Indianern üblich ist. Aus Maggie wird Faithful, die Treue.

Maggie ist die Protagonistin des Romans und eine Frau, die man einfach ins Herz schließen muss. Für ihre kranke Schwester gibt sie alles auf, was sie bisher kannte, ein gesichertes Leben unter Weißen. Stattdessen bietet sie sich als Tauschobjekt an mit ungewisser Zukunft.

Obwohl ich voll in die Geschichte eingestiegen bin und mitgefiebert habe, so hätte sich die Autorin Carrie MacAlistair mit der Story ein wenig mehr Zeit lassen sollen. Was ich meine, die Zeitspanne, die über ein Jahr geht, ist für das Umdenken und Ablegen von Althergebrachtem einfach zu kurz. Dazu wären meiner Meinung nach mehr als 1 Jahr nötig, um den Abstand zu bekommen und offen für Neues zu sein.

Als Leser erhält man ein wenig Einblick in das Leben der Indianer. Eine harte Zeit, während die Weißen versuchen, ihnen das Land wegzunehmen und zu verdrängen. Erfolgreich, wie man von der Geschichte weiß.
In genau dieser Zeit spielt der Roman und man fühlt sich als Leser in diese Zeit zurück versetzt.

Ein sehr schöner Roman, der im wilden Westen spielt und gleichzeitig eine Liebesgeschichte ist, die berührt.
Wer Unterhaltung sucht, ist mit diesem Buch gut beraten.

Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen von Weltbild)
Carrie MacAlistair, Jahrgang 1955, fiel schon in jungen Jahren durch ihre fantasievollen Geschichten auf. Zunächst arbeitete sie jedoch als Arzthelferin und veröffentlichte erste Kurzromane in verschiedenen Wochenzeitschriften sowie diverse Romanserien. Seit 2000 ist Carrie MacAlistair hauptberuflich als Autorin tätig.



Bibliographie und Rezensionen von Carrie MacAlistair findet ihr auf unserer Autorenseite 

Von Carrie MacAlistair wurden von uns bereits gelesen und rezensiert:

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin 



bedanken, die mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung stellte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Eduardo Jáuregui - Gespräche mit meiner Katze








Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 360 Seiten
Verlag: Thiele Verlag GmbH (31. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3851793137
ISBN-13: 978-3851793130
Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 3,7 x 19,3 cm

Inhalt gem. Amazon:
Sara Leon geht auf die vierzig zu und ist nicht wirklich glücklich mit ihrem Leben. Sie ist überfordert mit ihrem stressigen Agentur-Job in London und hat sich von ihrem Freund Joaquín entfremdet, der eigene Wege geht. Sie hat Heimweh nach Spanien, wo ihr Vater mit seiner kleinen Buchhandlung ums Überleben kämpft. In dieser schwierigen Situation tritt plötzlich Sibila in ihr Leben, eine geheimnisvolle Abessinierkatze, die mehr über Saras Leben zu wissen scheint als sie selbst. An jenem schwarzen Tag, als Sara während einer wichtigen Präsentation in Ohnmacht fällt, der Arzt einen drohenden Burnout bescheinigt und der Freund sich als ziemliche Enttäuschung erweist, klopft eine goldfarbene Katze ans Küchenfenster und gibt ihr den ersten Rat: »Wenn du nicht mehr weiter weißt, folge deiner Nase!« Das tut die zutiefst verblüffte Sara dann auch und macht eine Entdeckung, die der Anfang vom Ende ist – vom Ende eines Lebens, das ihr schon lange nicht mehr gut tut … Mit eindringlichem Blick, Sinn für Humor und der Weisheit einer Spezies, die uns seit Jahrtausenden beobachtet, hilft Sibila Sara, ihr Leben neu zu gestalten. Denn es gibt viele Wege zum Glück, aber Katzen kennen die besten Abkürzungen.

Zum Buch:
Sara ist seit Jahren mit ihrem Freund Joaquín zusammen, aber irgendwie scheint die Luft raus zu sein aus der Beziehung. Irgendwie schaffen sie es auch nicht mehr, miteinander zu schlafen, so dass sie nebenher wohnen.
Auf Arbeit hat sie Stress, so dass die Liebe völlig auf der Strecke bleibt.
Eines Tages klopft eine Katze an ihr Fenster und möchte hinein. "Lässt du mich rein?" fragte sie und Sara kann nicht glauben, dass sie die Worte wirklich aus dem Maul der Katze gehört hatte. Sie tut die Sache ab, von wegen überarbeitet und so und versucht, die Katze zu vergessen.
Sara muss an diesem Tag noch eine Präsentation vorführen, kommt aber in Bedrängnis, weil sie versehentlich ihren Laptop in der Metro vergessen hat. Während der Vorführung bricht sie zusammen und wird ins Krankenhaus gebracht, wo man einen beginnenden Burnout diagnostiziert. Joaquín holt sie aus dem Krankenhaus ab, lässt sie daraufhin aber wieder allein, und da ist sie wieder, die Katze am Fenster und begehrt Einlass.
Sara lässt sie hinein und muss verwundert feststellen, dass die Katze tatsächlich sprechen kann.
Es ist eine wunderschöne Abessinierkatze mit dem Namen Sibila. Sibila offeriert Sara nunmehr, dass sie von Sibila adoptiert wurde. Aus dieser Nummer kommt Sara nun nicht mehr raus.

Sibila ist keine gewöhnliche Katze, sie hat ihre eigene Meinung und geizt nicht mit klugen Worten und Ratschlägen. Diese gibt sie nicht einfach so weiter, sondern verpackt sie in weise Worte. Worte, über die Sara nachdenken muss. Die Schlüsse, die sie daraus zieht, sind zum Teil recht schmerzhaft, sogar so, dass sie sich an einem Wendepunkt ihres Lebens befindet, denn es bleibt nichts, wie es war. 
Es scheint, als wüsste Sibila auf alle Fragen eine Antwort und als würde sie Sara schon lange Zeit kennen.

Saras Beziehung mit Joaquín zerbricht und sie fällt in ein tiefes Loch. Nicht nur, dass sie ihren Zusammenbruch noch verarbeiten muss, sieht sie sich mit der Tatsache konfrontiert, dass sie eine neue Wohnung braucht, denn die Wohnung gehörte ihrem Freund. 

So seltsam es sich anhört, aber mit Sibilas Hilfe findet sie aus dem Tief wieder heraus. Sie führen Gespräche und Sibila fordert Sara zum Nachdenken und Tun auf. Egal, um was es geht, um die Durchführung von "Katzenyoga" oder der Umstellung ihrer Ernährung. Mit sanften und einfachen Hinweisen öffnet Sibila Saras Augen und nicht nur ihre.

Nachdem ich das Buch gelesen habe, habe ich keine Fragen mehr, warum die Katzen früher in Ägypten als heilig angesehen und hofiert wurden. Es sind besondere Wesen, die Charme haben, ihren eigenen Kopf und klug sind.
Natürlich sind sie das heute auch noch und sie wissen es.
Sibila lebt in der heutigen Zeit bei Sara und hat doch die Durchsetzungskraft einer weisen alten Katze. Sie öffnet Sara die Augen und lässt sie all das Schöne und Gute sehen, dessen sie sich nicht mehr bewusst ist. Sara beginnt, mit dem Herzen zu sehen und registriert Dinge, die sie lange nicht gesehen hat. Unglaublich, dass dazu erst die Ratschläge einer Katze nötig waren.

Sibila ändert Saras Leben, aber auch ein klein wenig hat sie mich, den Leser, angesprochen. Sollte man selbst nicht auch ein wenig bewusster die Umwelt wahrnehmen oder bewusster leben? Fragen, die nach der Lektüre noch eine Weile nachklingen und zum Nachdenken anregen. 

Sara und Sibila bilden eine wunderbare Einheit. Beide sind ausgesprochen sympathisch, so dass man sie ins Herz schließen muss. Saras bisheriges Leben erfährt einen Rundumschlag. Was gestern noch üblich war, hat heute keine Chance mehr, Beziehungen werden überdacht, Freunde gewonnen. Sara erhebt sich förmlich wie Phönix aus der Asche und es geht ihr gut dabei. 

Es ist ein wunderbares Buch über Freundschaft, Liebe, Gerechtigkeit, Mut und Neuanfänge, das man unbedingt lesen sollte. 
Auch wenn man Katzen nicht mag (geht das?), ist es ein Buch, das ich jedem empfehlen möchte.

Sehr schön und erwähnenswert finde ich die Idee, dem Buch ein passendes Lesezeichen beizulegen, auf dem nicht nur ein Ausschnitt des Covers wiederzufinden ist, sondern auf dem man auch Sibilas 7 goldende Regeln immer wieder vor Augen hat.


Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen von Amazon)
Eduardo Jáuregui, geboren in Oxford und aufgewachsen in Spanien, ist Psychologe und spezialisiert auf Positive Psychologie und Humorforschung. Promoviert in Politik- und Sozialwissenschaften ist er heute Dozent an der Saint Louis University in Madrid und Gründer der Coaching-Agentur Humor Positivo (www.humorpositivo.com). Er hat zahlreiche Sachbücher geschrieben und mehr als achtzig Artikel in Fachzeitschriften veröffentlicht. Im Laufe seines Lebens hat er mit zwei Katzen, acht Hunden und einem Pinguin – aus Plüsch – zusammengelebt. Dies ist sein erster Roman. (Vielleicht hat er ihn aber auch zusammen mit seiner Katze geschrieben.)


Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim 



bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt