Willkommen auf unserem Leseblog




Auf diesem Blog stellen wir euch Bücher vor, die wir (Kleeblatt und Kerry) lesen werden bzw. die wir gerade gelesen haben.
Jedes Buch wird von uns mit Noten (Pfoten - siehe rechte Sidebar) bewertet, die nur unsere eigenen Meinungen wiederspiegeln.

Sie sind ein Verlag oder Autor und suchen Rezensenten für Ihre Werke? Wir freuen uns, wenn Sie uns fragen. Unsere Kontaktdaten finden Sie unten im Impressum

Samstag, 30. August 2014

[Lesung] Gabriella Engelmann liest in Kerstins Lesesalon aus "Sommerwind"

Nach einer Pause hat Kerstin Hohlfeld wieder ihren Lesesalon eröffnet.

Lange hat es gedauert, bis sie sich nach Berlin getraut hat, aber nun war es endlich soweit.
Gabriella Engelmann war der Star des Abends und sie hat natürlich ihr Maskottchen, ihre Emmi, mit im Schlepptau gehabt.

 

Nach kurzer Vorstellung von Gabriella Engelmann durch Kerstin Hohlfeld konnte es auch schon losgehen. Gefehlt hatte dieses mal nur die musikalische Untermalung durch Kerstins Tochter Mia, die etwas besseres vorhatte, als Lesewütige zu bespaßen. :-)

Gelesen hat Gabriella drei kurze Abschnitte aus dem Buch Sommerwind, beginnend mit dem Fund der geheimnisvollen Briefe auf dem Dachboden.

 

Im Anschluss erzählte sie auch von den Föhr-typischen Geistern, von denen sie sehr gern einen sehen möchte.

Das Buch "Sommerwind" ist schon seit Mai auf dem Buchmarkt und man kann gut sagen: "Nach dem Buch ist vor dem Buch". Ihr nächstes Werk kommt im Frühjahr 2015 heraus und wir hatten das große Vergnügen, aus dem neuen Werk, dessen Namen sie uns noch nicht verraten durfte, eine Kostprobe zu hören. 
Tja, da bleibt nur wieder mal zu sagen, dass auch dieses Buch ein Must-have-Buch sein wird.

 
Kerstin beim Zuhören

Bevor der Run auf das Bufet losging, wurde es von uns schon vor dem Ansturm fotografiert.


Das Bufet wie immer reichhaltig, vegetarisch und total lecker

Gabriella hatte aber erst einmal zu tun, die Bücher zu signieren, die mitgebracht wurden, so natürlich auch die von Kleeblatt. Die hatte sogar so alte Bücher von ihr mit, die sie seinerzeit unter Pseudonym geschrieben hatte, dass sie tatsächlich erst mal gucken musste, ob das wirklich Bücher von ihr waren.

 
Gabriella Engelmann beim signieren und kontrollieren, ob das Buch wirklich von ihr isst

Im Anschluss trafen sich wieder alle in der Küche.


 

Es wurde viel gegessen, getrunken und gequatscht. Alte Bekanntschaften wurden aufgefrischt, neue geschlossen.

Außer den beiden Autorinnen Gabriella Engelmann und Kerstin Hohlfeld waren auch noch einige andere Autorinnen vor Ort.
Zwei von ihnen mussten auch noch Bücher signieren.

 
v.l. Micaela Jary und Tania Krätschmar

Ebenfalls anwesend waren die beiden Autorinnen Katharina Wieker und Sabine Bürger
 
v.l. Katharina Wieker und Sabine Bürger

Leider war es nicht möglich, sich mit allen zu unterhalten, was sehr schade war. Aber bei so vielen interessanten Autorinnen ist es nicht machbar, wenn man nicht nur 3 Worte wechseln will.

Wir haben uns wieder sehr wohl gefühlt bei Kerstin und Thomas und bedanken uns herzlich für die Einladung. Das Essen war super, die Gäste ebenfalls und wir kommen gern wieder.

Schön Gabriella, dass du es mal nach Berlin geschafft hast und wir hoffen, dass sich das mal wiederholen lässt. Wir sind gern wieder dabei.

Freitag, 29. August 2014

[Rezension] E. M. Ross - A Fucking Business - Die wahre Geschichte eines Escort Girls


Vorab ein paar Eckdaten:
Format: Epub
Dateigröße: 1.164 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 144 Seiten

Verlag: Christine Janson Verlag
Sprache: Deutsch


Klappentext gem. Christine Janson Verlag:
Sandra ist dreiundzwanzig Jahre, Studentin und in massiven Geldnöten. Sie sucht einen lukrativen Nebenjob und fängt voller Naivität bei einem Escort Service an. Schon der Bewerbungstest lässt keinen Zweifel offen, dass es beim Escort nicht nur um Begleitung geht.
A Fucking Business, ist die wahre Geschichte eines jungen Callgirls in der Mainmetropole Frankfurt. Ein Jahr lang stellt Sandy ihren Körper, manchmal auch ihr Herz, jedem zahlungskräftigen Kunden zur Verfügung. Vom Schweineliebhaber, bis zum attraktiven Geschäftsmann, mit sadistischen Zügen, lernt sie die geheimen sexuellen Wünsche der Männer kennen, für die käufliche Liebe zum Alltag gehört…


Rezension:
Die 23-jährige Sandra zieht vom Land nach Frankfurt um zu Studieren. An sich nichts ungewöhnliches, nur ist das Leben in Frankfurt um einiges teurer, ihre Mutter alleinerziehend, sodass sich Sandy einen Halbtagsjob im Pflegedienst suchen muss. Doch trotz aller Mühen, das Geld reicht vorne und hinten nicht. Ein zweiter Teilzeitjob muss her, denn zu diesem Zeitpunkt weiß sie nicht, woher sie das Geld für die nächste Miete nehmen soll.

In der Zeitung stößt sie auf ein Inserat eines Escort-Service, das ihr Interesse weckt. Naiv wie sie ist, geht sie zu einem Vorstellungsgespräch. Ihre Vorstellungen davon, wohlbetuchte Herren zu diversen Anlässen zu begleiten, werden gleich im Keim erstickt, denn es geht um nichts weiter als Sex, genauer gesagt Prostitution. Doch Sandy ist in großer finanzieller Not, sodass sie sogar bereit ist, den Einstellungstest ihres Chefs zu absolvieren. Diesen besteht sie und so beginnt ihre Karriere im Escort-Service.

Jeder, der an "Pretty Woman" denkt, liegt falsch. Es geht nur um das eine: Befriedung der sexuellen Bedürfnisse von Männern gegen Bezahlung. Zu einem Event hat Sandy nie einen ihrer Kunden begleitet, dafür hatte sie teilweise mehrere Kunden in einer Nacht. 35 Prozent des Verdienstes konnte sie behalten und darum arbeitete sie viel, denn eine Stunde brachte 75 Euro ein, viel Geld für eine Studentin, vor allem, wenn man es in einer Nacht vervierfachen kann. Schnell verliert Sandy jegliche Illusion im Bezug auf die menschliche Gesellschaft. Sicher, sie hatte nette und angenehme Kunden, doch auch abartige waren darunter, die von der jungen Frau teilweise Sachen verlangten, die ich mir so nicht vorstellen konnte. Ein Jahr lang prostituiert sich Sandy, sie lernt die unterschiedlichen Typen Menschen kennen und schließt sogar Freundschaften, aber das Leben im ältesten Gewerbe der Welt ist hart, sehr hart.


Ein Jahr lang Escort-Girl! Bei diesem Buch handelt es sich um einen biographischen Erotikroman, der jedoch auf dem Leben der tatsächlichen Sandy basiert. Die Autorin E. M. Ross hat sich von eben jener Sandy ihr Leben während der Zeit schildern lassen, in klaren, deutlichen Worten, ohne irgendetwas zu beschönigen. Sie berichtet, wie es dazu kam, dass Sandy anschaffen gehen musste und was sie in diesem einem Jahr an angenehmen, aber auch unangenehmen Erfahrungen sammeln musste. Obwohl es sich bei diesem Buch um einen Tatsachenroman handelt, war ich immer wieder erstaunt und teilweise schockiert, denn Sandy bzw. die Autorin lässt den Leser immer wieder in Abgründe blicken, mit denen ich im Leben nicht gerechnet hätte. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und mitunter prickelnd zu lesen, wobei an dieser Stelle noch gesagt werden muss, dass Sandy E. M. Ross zwar ihre Lebensgeschichte erzählt hat, die Autorin diese jedoch in ihren eigenen (abgemilderten jedoch nicht milden) Worten wiedergibt. Abschließend kann ich sagen, dass es sich um einen erstaunlichen biographischen Roman handelt, der deutlich mehr in sich birgt, als es auf den ersten Blick scheint.

Bewertung

Von E. M. Ross bereits gelesen und rezensiert:




Die Autorin:


E. M. Ross wurde 1962 im Ruhrgebiet geboren. Als Finance Manager war Ross für einen großen amerikanischen Konzern tätig und lebte unter anderem in Frankreich, England, Russland, Singapur, Thailand und China. Im Jahre 2006 kehrte Ross nach Deutschland zurück und wohnt seither im Großraum Frankfurt am Main. „Desperate Angels“ ist Ross’ erster Roman. (übernommen von Medu)







 

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim



und

E. M. Ross


bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben.


Donnerstag, 28. August 2014

[Rezension] Fletcher Moss - Der Giftschmecker


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 336
ISBN: 978-3-551-52064-7
Erscheinungstermin: 22. Juli 2014
Format:
Hardcover
Verlag: Chicken House


Klappentext gem. Chicken House:
Dalton Fly hat schon eine Menge Gift geschluckt. Der Waisenjunge kostet das Essen der Schönen und Reichen von Highlions vor und merkt sofort, wenn irgendetwas damit nicht stimmt. Doch nach dem letzten Auftrag ist sein Freund Bennie tot und Dalton kommt nur mit viel Glück davon. Wer steckt hinter dem Mord? Und warum wird Dalton seitdem verfolgt? Gemeinsam mit der schönen Scarlet Dropmore, die Dalton ihr Leben verdankt, sucht er nach Antworten. Die Spur führt zu den mächtigsten Männern der Stadt – und damit auch zu den gefährlichsten.


Rezension:
Der etwa 14-jährige Dalton Fly ist ein Giftschmecker bei "Oscar Wrights redlichem Dutzend" in Highlions. Von eben jenem Oscar wurde er als Kind in einem Fass gefunden, "aufgezogen" und ausgebildet, um möglichst immun gegen diverse Gifte zu sein. Denn als Giftschmecker ist es Daltons Aufgabe, die Speisen der Reichen vorzukosten. Nach einem solchen Auftrag kommt Dalton wieder zu sich. Zusammen mit seinem Freund Bennie Jinks hatte er den Auftrag, die Speisen zum Fest einer gewissen Scarlet Dropmore vorzukosten. Doch nur Dalton kommt wieder zu sich - Bennie liegt tot im Zimmer, vergiftet. Ehe Dalton die Situation voll erfassen kann, muss er auch schon die Flucht ergreifen, denn nach einem Giftanschlag wollen die Wächter des Hauses Dropmore auf Nummer sicher gehen.

Mit Hilfe von Scarlet gelingt im die Flucht. Bei seinem Freund Sal Sleepwell, ebenfalls einem Giftschmecker Oscars, angekommen, kann dieser ihn in letzter Minute retten. Doch damit ist Dalton noch lange nicht in Sicherheit. Die Wachen des Hauses Dropmore machen weiterhin Jagd auf ihn und er will auf jeden Fall Bennie aus dem Haus herausholen, um ihn zu bestatten. So einfach jedoch, wie Dalton sich das vorgestellt hat, geht das Ganze nicht von statten. Ehe er es sich versieht, ist er mit Sal und Scarlet auf der Flucht vor Meisterin Gellis, der Aufpasserin Scarlets und deren Wachen.

Scarlet will herausfinden, warum jemand versucht, sie umzubringen. Schnell stellt sich heraus, dass sie nicht die einzige ist, deren Leben bedroht ist. Tatsächlich sind bereits andere junge Leute, die in einer ähnlichen Situation wie sie sind, verstorben. Zu Dritt gelingt es ihnen, einem Komplott auf die Spur zu kommen, das solch immense Ausmaße hat, womit niemand gerechnet hat. Eine aufregende Jagd beginnt - können sie das Schlimmste noch verhindern?


Wer bist du, Dalton Fly? Der Plot wurde abwechslungsreich und sehr spannend erarbeitet. Erst nach und nach kristallisiert sich heraus, was hinter dem Giftanschlag auf Scarlet steckt und welch immense Ausmaße diese Entdeckung nach sich zieht. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, wobei hier besonders Protagonist Dalton sehr hervorsticht. Dieser hat sich, trotz seines beschwerlichen Lebens, einen Teil seiner kindlichen Unschuld erhalten, die ich überaus faszinierend fand. Besonders hat mir hier gefallen, dass dieser Junge, der immer wieder einen Blick in die Welt der Reichen erhaschen kann, dennoch keinerlei Missgunst oder dergleichen aufweist. Die Nebenfiguren wurden individuell erarbeitet, doch leider fehlte es hier manchmal in meinen Augen etwas an Tiefe. Gerne hätte ich über die ein oder andere Nebenfigur, sowohl der guten wie auch der bösen, mehr erfahren zum jeweiligen Werdegang bzw. individueller Persönlichkeitsmerkmale. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass sich das Buch förmlich wie von selbst gelesen hat. Abschließend kann ich sagen, dass es sich hierbei um ein sehr spannendes und abenteuerliches Jugendbuch für Mädchen, wie auch für Jungen handelt, das mir schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung

Der Autor: 
Fletcher Moss arbeitete bereits als Regalauffüller und LKW-Fahrer in Frankreich und Spanien, bis er schließlich stellvertretender Schulleiter wurde. Mit seinem Debüt „Der Giftschmecker“ hat er den Times-Chicken-House-Schreibwettbewerb 2012 gewonnen. Er lebt mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in Manchester. (Text von Carlsen

 

Wie ich zu dem Buch kam:

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag




bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

[TTT] - Top Ten Thursday #171

Auch in dieser Woche mache ich wieder beim Top Ten Thursday, organisiert von Steffis Bücher Bloggeria mit.


http://buecher-bloggeria.blogspot.de/



Diese Woche lautet das Thema:

"
10 Bücher,
deren Titel aus nur einem Wort besteht"
 
Uff, gar nicht so einfach, aber mal schauen, was dabei herauskommt ^^



Yeah, geschafft. Es war nicht einfach, aber doch möglich und ich hätte glatt noch ein paar weitere Titel gehabt. Da es jetzt nicht unendlich viele Bücher mit einem Ein-Wort-Titel gibt, sehe ich meine Chancen für Gemeinsamkeiten mit anderen Teilnehmern ausgesprochen optimistisch.

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche

Liebe Grüße

Kerry 

Mittwoch, 27. August 2014

[Rezension] Nicole C. Vosseler - Zeit der wilden Orchideen




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344248006X
ISBN-13: 978-3442480067
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 3,8 cm

Inhalt gem. Goldmann:
Singapur um 1840. Das Tor zu den Schätzen Asiens. Ein Magnet für Schiffe und Menschen aus aller Welt. Hier lebt Georgina nach dem Tod ihrer Mutter weitgehend sich selbst überlassen. Im üppig wuchernden Garten am Meer kann das Mädchen mit den veilchenblauen Augen umherstreifen und ihre Einsamkeit eine Zeit lang vergessen. Eines Tages findet sie dort einen verletzten Jungen: Raharjo, der dem Volk der Orang Laut angehört, den „Meeresmenschen“. Wie vom Schicksal gelenkt, kreuzen sich ihre Wege über Jahrzehnte hinweg immer wieder, und diese Liebe, die nicht sein darf, verändert nicht nur ihrer beider Leben für immer ...

Zum Buch:
Georgina ist die einzige Tochter ihres Vaters, deren Mutter schon sehr früh gestorben ist. Seit dem ist sie sich mehr oder weniger selbst überlassen, zu ihrem Vater findet sie nicht die nötige Nähe, nicht mehr.
Sie lebt ihre Tagträume und hält sich viel im Garten auf, in dem ein fast zugewachsener Pavillon steht. Diesen hat sie zu ihrem Rückzugsort erkoren und dort bleibt sie unbehelligt.
Eines Tages findet sie dort einen verletzten Jungen. Raharjo hat sich auf See eine Wunde zugezogen und sich mit letzter Kraft an Land und zu dem Pavillon geschleppt. Georgina oder Nilam, wie sie sich nennt, pflegt ihn gesund und er verschwindet eines Tages wortlos.
Es vergehen viele Jahre bis sie sich wiedersehen. Ihr Vater hat sie in der Zwischenzeit zur Erziehung nach England geschickt, worüber sie sehr unglücklich war.
Als sie und Raharjo sich wiedersehen, ist aus dem einstigen Kind eine junge Frau geworden und aus dem Jüngling ein Mann.
Sie verlieben sich und es ist eine Liebe, die ewig halten soll.

Jaharjo ist inzwischen der stolze Besitzer eines eigenen Bootes und nicht unvermögend. Um aber seinem zukünftigen Schwiegervater die alles entscheidende Frage stellen zu können, möchte er sich noch ein besseres Fundament schaffen und verabschiedet sich von Nilam für eine kurze Zeit. Aus dieser kurzen Zeit werden 4 Monate und an dem Tag seiner Rückkehr sieht er eine Hochzeitsgesellschaft auf dem Grundstück seiner Geliebten und die Braut ist sie selbst ...

Ein wunderbares Buch voller Emotionen, mit vielen Hochs und Tiefs in einer zauberhaften Umgebung.

Das Schicksal führt Nilam und Raharjo immer wieder zusammen. Oftmals liegen Jahre dazwischen. Das innige Verhältnis, das sie zu Zeiten ihrer Liebe hatten, finden sie nie wieder, obwohl die Liebe auch nie vergangen ist.
Raharjo droht Nilam, alles zu zerstören, was ihr lieb ist und versucht auch dieses in die Tat umzusetzen.

Jeder der beiden führt ein eigenes Leben, jedoch nicht das, welches sie sich erträumt haben. 

Die Autorin Nicole C. Vosseler lässt den Leser fast 50 Jahre am Leben der Protagonisten teilhaben. In dieser Zeit wurden Leben gelebt, Träume geboren und ausgeträumt, Enttäuschungen erlebt und Hoffnungen genährt.
Kinder kamen zur Welt, die geliebt oder nicht geliebt wurden, Ehepartner wurden aktzeptiert oder geduldet. Ein Buch voller Widersprüche und doch voller Zauber, der einen in den Bann zieht. 
Dabei wurde die Schönheit und die Faszination von Singapur genau so dem Leser nahe gebracht wie die Geschichte zur Zeit des 19. Jh. in Singapur.

Die Charaktere der Protagonisten unterlaufen während der Jahre einer Wandlung, jedoch nicht in jedem Fall zum Positiven. So manches Mal hätte ich sie gern beiseite genommen und geschüttelt, wenn ich gewusst hätte, dass es helfen würde.

Und ... Über all dem schwebt auch noch ein verborgenes Geheimnis, das ziemlich spät offenbart wurde. Hätte es dieses nicht gegeben, wären die Leben aller Protagonisten völlig anders verlaufen.

Ein fantastisches Buch, über dem ein Geheimnis Schicksal spielt, das viele Leben beeinflusst hat.
Ein Buch voller Liebe und Enttäuschungen, aber auch voller Hoffnung in einer zauberhaften Umgebung.
Auf jeden Fall ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann, das süchtig macht bis zum Ende. Auch jetzt noch, ein paar Tage, nachdem ich es beendet habe, klingt es nach und beschäftigt mich.

Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.

Bewertung:



Zum Autor:

(übernommen von Goldmann)
Nicole C. Vosseler, geboren 1972 in Villingen-Schwenningen, studierte Literaturwissenschaft und Psychologie in Tübingen und Konstanz, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Mit ihren Romanen „Unter dem Safranmond“, „Sterne über Sansibar“, „Der Himmel über Darjeeling“ und „Das Herz der Feuerinsel” feierte sie große Erfolge. Die Autorin lebt am Bodensee – mit knapp zweitausend Büchern unter einem Dach.

Von Nicole C. Vosseler wurden gelesen und rezensiert:




An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Den Goldmann-Verlag findet ihr auch auf Facebook 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 26. August 2014

[Rezension] Roope Lipasti - Ausflug mit Urne



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Karl Blessing Verlag (25. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3896675281
ISBN-13: 978-3896675286
Originaltitel: Perunkirjoitus
Größe und/oder Gewicht: 20,5 x 12,8 x 3 cm

Inhalt gem. Blessing:
Ein lakonischer Roadtrip durch Finnland, bei dem hinter jeder Kurve etwas Unvorhergesehenes passiert.
Teemu und Janne, zwei ungleiche Brüder, machen sich mit der Asche ihres Stiefgroßvaters Jalmari auf den Weg ins ostfinnische Imatra. Dort soll der letzte Wille des Verstorbenen verkündet werden. Teemu, der als Versicherungsmathematiker arbeitet, und Janne, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält, hoffen auf ein üppiges Erbe. Die Reise quer durch Finnland, auf der die Brüder die Lebensstationen Jalmaris abklappern, ist gleichzeitig eine Reise in ihre Vergangenheit. Zwischen den beiden flammen seit Langem schwelende Konflikte wieder auf, doch Schlägereien, schlechter Sex, verrückte Verwandte, bekiffte Tramper und schließlich die Liebe zu einer Frau machen den beiden deutlich, dass sie trotz allem im selben Boot sitzen.
Ein humorvoller und scharfsinniger Roman über geplatzte Illusionen, über das Älterwerden und darüber, wie unterschiedlich Menschen sein können, selbst wenn sie dieselben Eltern haben.

Zum Buch:
Die Brüder Teemu und Janne machen sich mit einer Urne auf den Weg. In der Urne befindet sich die Asche von Jalmari, dem 2. Mann ihrer Großmutter. Da Jalmari keine Kinder hat, wollen sie die Asche ins Meer zu streuen und anschließend zur Testamentseröffnung.
Jalmari hatte immer viel Geld bei sich und die Brüder rechnen mit viel Geld, das sie erben können.
Bis sie sich jedoch mit dem Nachlassverwalter treffen, haben sie noch ein paar Tage Zeit. Die wollen sie damit verbringen, indem sie sich einige Orte ansehen wollen, wo Jalmari irgendwann einmal gewohnt hatte. Er soll an die 50 x umgezogen sein, aber die sind natürlich nicht zu schaffen, so dass sie sich auf ein paar konzentrieren, die auf ihrem Weg liegen. 

Die beiden Brüder waren sich ein paar Jahre lang fremd, hatten wenig bis keinen Kontakt. Ihre Mutter lebt nicht mehr, die immer zwischen ihnen geschlichtet hat.
Diese Fahrt unternehmen sie nun nach langer Zeit gemeinsam.

Sie lernen sich neu kennen, erfahren Dinge über den anderen, der ihnen fremd geworden war.
Es ist aber auch eine Fahrt in die Vergangenheit, in die immer wieder eingetaucht wird. Obwohl die Brüder die gleichen Eltern haben, sind sie so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Teemu, der 2 Jahre ältere, war ruhig und somit das genaue Gegenteil von Janne, der auch von seiner Mutter immer beschwichtigt werden musste, weil niemand den Nerv hatte, sich mit ihm auseinanderzusetzen.
Jeder der beiden sah die Geschehnisse aus einem anderen Blickwinkel. Vieles wird beleuchtet und heute aus einer anderen Sicht gesehen.

Janne ist auch heute noch der lebenslustige Typ, der mit der Damenwelt gut kann. Er war 10 Jahre verheiratet, die Ehe wurde geschieden.
Konflikte waren vorprogrammiert, denn auch Teemu begehrte Elli, Jannes Frau.

Es ist eine Reise, in der vergangenes aufgearbeitet wird. Die Brüder lernen sich neu kennen.
Das Ende ist absolut nicht vorhersehbar. Welche absonderlichen Wege der Autor zum Ende hin noch gegangen ist, um es noch einmal richtig spannend zu machen, ist genial.

Ein wenig zu kämpfen hatte ich jedoch mit dem Schreibstil des Autoren.
Wenn man sich die Geschichte wie eine gerade Linie vorstellt, so ist er während seines Romans ständig vom Wege abgekommen und verästelte sich nach rechts und links. Die Ausflüge in die Vergangenheit oder Gedanken wurden nicht in einem separaten Kapitel geschrieben, sondern rutschten immer mit in den Lesefluss hinein. Das hat mich persönlich ein wenig gestört, so dass ich hier auch ein Pfötchen abziehe.

Es ist ein Buch über zwei total verschiedene Brüder, die sich nach langer Trennung wieder neu kennenlernen und ein Tripp in die Vergangenheit.


Bewertung:


Zum Autor:
(Text übernommen vom Blessing-Verlag)
Roope Lipasti, geboren 1970, hat Literatur und Philosophie studiert und ist als Journalist und Kolumnist für große finnische Tageszeitungen und Magazine tätig. Er ist Autor von mehreren Kinderbüchern und erlangte mit seinem Blog "Pihalla", in dem er satirisch den Alltag seiner Mitmenschen beschreibt, in Finnland große Popularität. Roope Lipasti lebt mit seiner Familie in Lieto, in der Nähe von Turku.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim



bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 25. August 2014

[Rezension] Erin Hunter - Survivor Dogs 03: Gefährliche Freunde




Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 293 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: Deutsche Erstausgabe (25. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407811748
ISBN-13: 978-3407811745
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre

Inhalt gem. Beltz:
Nach dem hinterhältigen Fuchsangriff schließen sich die Leinen- und Wildhunde unter der Führung des unberechenbaren Rudelführers Alpha zusammen. Als Alpha erfährt, dass sich Lucky unter falschem Vorwand in das Wildhunderudel aufnehmen ließ, wird er als Verräter verstoßen.
Wütend und enttäuscht zieht Lucky wieder als Einzelhund durch die zerstörte Stadt. Fühlte er sich doch – völlig gegen seine Erwartung – innerhalb eines Rudels das erste Mal wohl. Als Lucky auf seinem Weg drei verwahrloste und hilflose Scharfhundwelpen findet, übernimmt er sofort die Verantwortung und kehrt zum Wohle der Welpen mit ihnen zurück ins große Rudel. Dort aber prallen Lucky und die Welpen gegen eine Wand an Widerstand, da Scharfhunde zu Alphas größten Feinden zählen …

Zum Buch:
Der Kampf mit den Füchsen ging nochmal glimpflich ab. Es hätte schlimmer werden können. Verantwortlich wird jedoch Lucky gemacht, da er sich das Vertrauen der Wildhunde erschlichen hat.
Wild- und Leinenhunde haben sich zusammengeschlossen und bei der Bekanntgabe von Luckys Strafe hält niemand zu ihm.
Er wird aus dem Rudel ausgeschlossen und soll vorher noch eine Kennung in Form eines Bisses erhalten, der ihn als Verräter ausweist. So soll sichergestellt werden, dass ihn kein Rudel mehr aufnimmt.
Lucky, der inzwischen die Vorzüge eines Rudels kennengelernt hat, ist entsetzt über seine Strafe und versucht, zu entkommen. Er hat keine Chance, selbst seine Freunde von den Leinenhunde stellen sich gegen ihn. Vor der Kennzeichnung als Verräter rettet ihn eine erneut aufkommende schwarze Wolke, die sehr bedrohlich wirkt und der sie schleunigst versuchen zu entkommen. 

Lucky muss gehen und weiß nicht wohin. Plötzlich entsinnt er sich, dass Mickey sich vom Rudel entfernt hatte und wieder zurück in die Stadt wollte. Dort, wo es nichts und niemanden mehr gibt, glaubt er Mickey in Gefahr und geht ihm hinterher.
Er findet ihn und kann ihn überreden, wieder zum Rudel zu kommen.
Unterwegs kommen sie an der Anlage der Scharfhunde vorbei, die wie ausgestorben wirkt, bis auf das Winseln von kleinen Welpen. Obwohl sie Scharfhunde sind, nehmen sie die 3 kleinen Hunde mit und hoffen, dass sie ins Rudel aufgenommen werden ...

Lucky ist mein Held in dieser Reihe. 
So ein wunderbarer Charakter, dass man ihn einfach lieben muss.

Er wurde ausgestoßen aus der Gemeinschaft und hat damit schwer zu kämpfen. Er, der nie ein Rudelhund sein wollte, sondern immer ein Einzelgänger, hat erkannt, dass ihm das Rudelleben gefällt. Er hat Freunde dort, so dachte er es jedenfalls, für Nahrung sorgen alle und jeder hat seine Aufgaben.
Als er jetzt wieder ganz für sich allein ist, denkt er nicht etwa daran, wie er sich an Alpha und all den anderen rächen kann, sondern er denkt an Mickey, seinem Freund und will ihm helfen. Endlich ist er in der Lage, Mickey begreiflich zu machen, dass niemand von seinen Langpfoten zurückkommen wird. Als dann auch noch das ehemalige Heim von Mickey zusammenfällt, sieht dieser es schweren Herzens ein und geht mit Lucky zurück.

Damit aber noch nicht genug, unterwegs retten sie drei zurückgelassene Welpen, deren Mutter tot ist und die die anderen des Scharfhundrudels aus unbekannten Gründen allein zurückgelassen haben.
Lucky fühlt sich verantwortlich für die drei, die es ihm auch nicht leicht machen. Vor allem Grunz, einer der Welpen, macht ihm das Leben schwer. So klein er ist, lässt er sich nichts sagen und man kann in ihm bereits die Gefährlichkeit der ausgewachsenen Hunde erahnen. Und doch stellt er sich der Aufgabe, dafür zu sorgen, dass es den drei Welpen gut gehen möge, auch wenn das Rudel sie nicht aufnehmen will und diese Gefahr besteht.

Lucky ist ein Freund, den sich jeder Hund wünschen würde. Obwohl er immer für alle als Freund fungiert, wird er von seinen Freunden verraten und im Stich gelassen. Das hindert ihn aber nicht daran, doch erhobenen Kopfes wieder auf sie zuzugehen.

Der Autorin ist es sehr gut gelungen, Luckys Ängste nachvollziehbar zu machen, seine Ratlosigkeit und seinen Willen, den anderen zu helfen, egal, wie es für ihn ausgehen wird.
Lucky, ein Held, auf den ich weiter gespannt bin.

Bewertung:



Reiheninfo:
Survivor Dogs 01: Die verlassene Stadt
Survivor Dogs 02: Ein verborgener Feind
Survivor Dogs 03: Gefährliche Freunde


Zu den Autorinnen:
(Text übernommen vom Beltz Verlag)
(Foto zeigt Victoria Holmes)
Hinter dem Namen Erin Hunter verbergen sich gleich mehrere Autorinnen, die gemeinsam die beiden erfolgreichsten Tierfantasy-Serien der Gegenwart schreiben: WARRIOR CATS und SEEKERS. Während Victoria Holmes meistens die Ideen hat und das gesamte Geschehen im Auge behält, bringen Cherith Baldry, Kate Cary und Tui T. Sutherland die Abenteuer der Katzen-Clans und die Reise der wilden Bären zu Papier.





Von Erin Hunter wurden gelesen und rezensiert:



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt