Willkommen auf unserem Leseblog




Auf diesem Blog stellen wir euch Bücher vor, die wir (Kleeblatt und Kerry) lesen werden bzw. die wir gerade gelesen haben.
Jedes Buch wird von uns mit Noten (Pfoten - siehe rechte Sidebar) bewertet, die nur unsere eigenen Meinungen wiederspiegeln.

Sie sind ein Verlag oder Autor und suchen Rezensenten für Ihre Werke? Wir freuen uns, wenn Sie uns fragen. Unsere Kontaktdaten finden Sie unten im Impressum

Donnerstag, 24. Juli 2014

[Rezension] Laura Lay - Das Geschöpf seiner Träume


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 125 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 54 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00L1RWP2M


Klappentext gem. Amazon:
Der Schriftsteller Leon erfindet eines Tages den bizarren Charakter einer Frau und bannt ihn aufs Papier.
Als diese Frau – sein Geschöpf – nachts plötzlich die Seiten verlässt, in sein Bett schlüpft und ihm genau das antut, was er im Manuskript geschrieben hat, wird ihm bewusst, was für eine Macht er hat. Als ihr Schöpfer kann er sie dazu bringen, all seine erotischen Wünsche zu erfüllen! Aber was geschieht, wenn das Geschöpf einen eigenen Willen entwickelt?

So beginnt eine der vier erotischen Geschichten dieses Bands.
Laura Lay entführt ihre Leser in eine sinnliche Welt – lassen Sie sich mitnehmen!


Rezension:
*Das Geschöpf seiner Träume* 
Schriftsteller Leon Walsky ist ausgebrannt. Ein Burnout hat ihn in die Knie gezwungen, wobei, ein Burnout in dem Sinne war es nicht. Alles begann mit Tatjana, eine Figur, die urplötzlich in seinem Kopf erschien. Er schrieb sie nieder, doch das Unfassbare daran, eben jene Tatjana erscheint in jener Nacht in seinem Schlafzimmer. Von da an schreibt Leon jeden Tag über sie und des Nachts verwirklicht sich alles. Doch Tatjana will mehr, sie will Macht über sich und Leon gibt ihr einen Namen ...

*Fieber*
An jedem ersten Freitag im Monat geht die 27-jährige Daniela Radedsky ins "Heaven". Doch an diesem Freitag ist sie zu früh dran, sodass sie spontan der Kneipe "Scharfe Ecke" einen Besuch abstattet. Die Kneipe an sich ist nichts besonderes, der Wirt hingegen schon. Ehe sie es sich versieht, fragt sie ihn nach einem Job, dem sie abends nachgehen kann, denn obwohl Daniela tagsüber erfolgreich als Immobilenmaklerin ihr Geld verdient, so ist sie doch gerne bereit, sich ihre Abende um die Ohren zu schlagen, um jenem Mann, der sie fasziniert wie kein zweiter, nahe zu sein. Sie zieht alle Register, doch egal was sie tut, der Kerl beißt einfach nicht an ...

*Mein heimliches Fenster*
Nachts um halb vier, dass ist ihre Zeit, denn es ist seine Zeit. Sie wartet auf ihn, wartet, obwohl er nicht jede Nacht kommt, ja nicht einmal jede Woche. Denn er, das ist der Mann von Gegenüber bzw. war der Mann von Gegenüber, denn dort wohnte bis vor Kurzem er mit seiner Freundin. Doch diese Beziehung zerbrach, was ihn nicht davon abhält, sie gelegentlich nachts zu besuchen. Und sie von Gegenüber schaut aus ihrem Dachgeschossfenster gebannt zu ...

*Die Sprache der Blüten"
Sie schreibt aus Leidenschaft und ebenso leidenschaftlich beobachtet sie Menschen, denn diese könnten eine Geschichte in sich tragen, die sie aufschreiben könnte. Anfang Mai sieht sie eine faszinierende Frau. Ehe sie es sich versieht, zieht eben jene Frau sie dermaßen in ihren Bann, dass sie ihr folgt, wohin sie auch geht. Irgendwie scheint die Frau mit ihr zu kommunizieren, ohne ein einziges Wort zu sagen. Dann begegnen sich ihre Blicke in einem Blumenladen ...


Vier sinnliche Kurzgeschichten! In diesem E-Book sind vier sinnliche Erotik-Kurzgeschichten enthalten, wobei eine jede aus einer anderen Perspektive erzählt wird, was ich ausgesprochen interessant fand. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, was mich allerdings nicht wirklich überrascht hat, denn bei Büchern von Laura Lay habe ich grundsätzlich das Gefühl habe, wie auf Wolken zu wandeln, so leicht ziehen mich ihre Worte in ihren Bann und lassen mich durch die Geschichte treiben, bis sie mich nach der Lektüre der Geschichte nur sehr langsam wieder in die Wirklichkeit zurückkehren lassen.

Bewertung: 

Von Laura Lay bereits gelesen und rezensiert:
 

Die Autorin:
Laura Lay wurde 1974 geboren und schreibt hauptsächlich Bücher in einem anderen Genre.

Da sie aber schon immer gern erotische Storys geschrieben habt - mal mysteriös & dunkel, mal witzig & üppig, aber immer mit Herz & Lust - wurde nun Laura Lay geboren. (übernommen von Laura Lay)

Die Homepage der Autorin findet ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei



bedanken, die mir diese wundervolle erotische Geschichte zum Lesen und Träumen zur Verfügung gestellt hat.

Mittwoch, 23. Juli 2014

[Rezension] Meg Cabot - Abandon 02: Underworld



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (21. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442269873
ISBN-13: 978-3442269877
Originaltitel: Underworld (Abandon 02)

Inhalt gem. Blanvalet:
Pierce Oliviera ist nicht tot. Nicht dieses Mal.
Doch sie wird gegen ihren Willen in einer düsteren Welt zwischen Himmel und Hölle festgehalten, wo die Geister der Verstorbenen auf ihre letzte Reise warten. Der Mann, der sie dort festhält, ist John Hayden, der Herrscher über die Unterwelt. Er behauptet, es sei zu ihrem eigenen Schutz. Denn nicht alle Toten sind freundlich. Manche sind nicht glücklich damit, was nach der Unterwelt auf sie wartet und so kehren sie als Furien zurück auf die Welt, dürstend nach Rache. Sie wollen sich an John Hayden rächen – oder an der Frau, die er liebt …

Zum Buch:
Pierce ist ihrer Großmutter, die eine Furie ist, entkommen und lebt nun seit kurzem in der Unterwelt, zusammen mit John Hayden, der ihr geholfen hat.
Nach ein paar Tagen findet sie beim Aufräumen ihr Handy, was allem Anschein nach natürlich nicht in der Unterwelt funktionieren wird. Sie schaltet es dennoch ein und sieht erstaunlicherweise ein Video, welches ihren Cousin Alex nach Luft schnappend in einem Sarg zeigt.
Auf Nachfrage bei John und seinen Gefährten erfährt sie, dass es nicht klar ist, in welchem Zeitraum das Video spielt. Durchaus möglich, dass es gerade geschieht, es kann sich aber auch um ein Ereignis in der Zukunft handeln.
Pierce lässt nicht locker und will auf alle Fälle wieder nach oben und schauen, ob es ihm gut geht, aber ob das eine gute Idee ist? ...

Pierce, die inzwischen begriffen hat, dass sie John liebt, versucht ihn dazu zu bringen, ihr ein wenig aus seiner Vergangenheit zu erzählen, vor allem wie er dazu gekommen ist, der Hüter der Unterwelt zu werden.
John versucht immer bei dem Thema abzulenken, hat er doch Angst, dass sie sich von ihm abwendet und sogar hasst, wenn sie die Wahrheit erfährt.

Als sie in die Oberwelt gehen, um sich um ihren Cousin Alex zu kümmern, treffen sie auch wieder auf Mr. Smith, dem Friedhofsaufseher, der ihnen schon aus einem früheren Treffen bekannt war.
Von ihm erfahren sie auch, dass Pierce als vermisst gemeldet wurde und ihr Vater 1 Mio. Dollar ausgeschrieben hatte für die Auffindung seiner Tochter. Mr. Smith hofft, dass John Pierce wieder zurückgebracht hat, damit sie wieder zu ihrer Mutter kann, aber dem ist nicht so.
Zumindest schafft er es aber bei John durchzusetzen, dass sie sich auf den Weg zu Pierces Mutter macht, damit sie sich von ihr verabschieden kann, wenn sie schon in der Unterwelt bleiben muss.
Zum Abschied gibt er ihr ein Buch, aus dem hervorgeht, was es mit John wirklich auf sich hat und welches Verbrechen er begangen hat.

Zu einer wirklichen Verabschiedung von Pierces Mutter jedoch kommt es nicht, stattdessen treffen sie wieder auf die Großmutter, woraufhin sie plötzlich flüchten müssen. 
Sie machen sich weiter auf den Weg nach Alex, ihrem Cousin.

Völlig nahtlos reiht sich dieser zweite Teil der Trilogie an den Vorgängerband an. Es sind erst ein paar Tage vergangen, wo dieser hier anschließt.
Er hat mir bedeutend besser gefallen als der Vorgänger, wo es keinen zusammenhängenden Erzählstrang gab. Das ist hier anders, hier wird die Geschichte flüssig erzählt ohne lange Rückblenden.
Einige Ereignisse werden aber doch aufgearbeitet, so dass der Leser ebenfalls erfährt, was damals im Jahr 1846 geschah, woraufhin John als Hüter der Unterwelt wurde.

Auch von ein paar anderen Wahrheiten spielen eine Rolle, die aus der Vergangenheit bis in die Gegenwart gegenwärtig sind und die Ereignisse im Heute noch beeinflussen.

Aber auch mit Missverständnissen hat Pierce zu kämpfen, die auf ihr weiteres Leben sehr gravierend Einfluss haben.

John Hayden, auf den ich mich besonders gefreut hatte, konnte mich voll von sich überzeugen. Er ist der Mann, den man gern hätte, auf den man sich verlassen kann, denn für seine Freunde steht er ein, auch wenn er gegen die Gesetze der Unterwelt verstößt.

Teil 2 hat mich davon überzeugt, auch den 3. Teil in Angriff nehmen zu wollen und darauf freue ich mich schon. Mit diesem Band hat die Autorin von Teil 1 vieles wieder gut gemacht, das ich dort bemängelt habe.
Ein würdiger 2. Teil, den es sich lohnt zu lesen.

Reiheninfo:
Abandon 01: Jenseits 
Abandon 02: Underworld 
Abandon 03: Schattenliebe (November 2014)

Bewertung:





Zur Autorin:
(übernommen von Blanvalet)
Meg Cabot stammt aus Bloomington, Indiana, und lebt mit ihrem Ehemann und ihren zwei Katzen in New York City und Key West. Nach dem Studium hoffte sie auf eine Karriere als Designerin in New York und arbeitete währenddessen u. a. als Hausmeisterin in einem Studentenwohnheim. Mit großem Erfolg, denn immerhin ließ dieser Job ihr genügend Zeit, ihr erstes Buch zu schreiben. Inzwischen hat Meg Cabot mehr als 40 Romane verfasst und ist eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen der Welt. Ihre Plötzlich-Prinzessin-Romane wurden von Hollywood verfilmt.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Von Meg Cabot wurden gelesen und rezensiert:


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Brigitte Kanitz - Onkel Humbert guckt so komisch



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (21. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442381916
ISBN-13: 978-3442381913
Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,1 x 2,7 cm

Inhalt gem. Blanvalet:
Maja Glück würde sich an ihrem 30. Geburtstag am liebsten verkriechen, denn nichts läuft in ihrem Leben so wie geplant. Zu dumm, dass ihre Mutter eine Überraschungsparty organisiert hat … Um diese zu überstehen, trinkt Maja ordentlich einen über den Durst – und stolpert so unglücklich über einen Gartenzwerg, dass sie erst im Krankenhaus wieder zu sich kommt. Doch etwas ist anders: Plötzlich hört sie Stimmen, die ihr die unglaublichsten Dinge erzählen. Als sie schon meint, verrückt zu werden, klärt ihr Onkel Humbert sie auf: Maja hat den Fluch der Familie geerbt. Sie kann Gedanken lesen …

Zum Buch:
Nicht mal an ihrem 30. Geburtstag ist es Maja Glück vergönnt, in ihrem Bett zu bleiben und die Welt Welt sein zu lassen.
Ihre Freundin lotst sie aus dem Haus, nur damit sie nach Stunden bei der Rückkehr feststellen muss, dass ihre Eltern eine Überraschungsparty für sie organisiert haben mit all ihren Freunden. Apropos Freunde, was für Freunde eigentlich? Eigentlich hat sie nur noch ihre Freundin Jette nach der Trennung von ihrem Freund behalten, alle anderen ehemaligen Freunde sind bei ihrem Ex verblieben.
Also haben ihre Eltern auch ungeliebte ehemalige Schulkameraden eingeladen, oh Gott.
Zu ihrer eigenen Familie kommt natürlich auch der verrückte Onkel Humbert, der inzwischen 92 Jahre alt ist und in einem Altenheim lebt. Keiner kann ihn leiden und alle halten ihn für ein wenig gaga. Wie sollte man es auch anders bezeichnen, wenn man jemanden vor sich hat, der sich plötzlich die Ohren zuhält oder auch unkontrolliert anfängt zu singen.
Naja, lange muss sie ja nicht bei ihrer Feier bleiben, denn als sie über einen Gartenzwerg stürzt, fällt sie auf den Kopf und muss im Krankenhaus ärztlich versorgt werden.
Aber nach dem Aufwachen ist plötzlich nichts mehr wie es war ...

Was ist das jetzt? Sprechen die Leute plötzlich mit unterschiedlich lauten Stimmen zu ihr? Es dauert ein wenig, bis Maja versteht, dass die Leute um sie herum nicht mit unterschiedlich lauten Stimmen zu ihr sprechen, sondern dass sie ihre Gedanken hören kann. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Der Einzige, der versteht, was mit ihr geschehen ist, ist Onkel Humbert. Er erzählt ihr, dass er den Familienfluch, so nennt er das, schon seit Kindertagen hat. Wenn ihm die Stimmen zu viel oder zu laut werden, versucht er sie zu übertönen, indem er anfängt zu singen.
Auch auf die Gefahr hin, dass nunmehr auch Maja alle für Gaga halten, muss auch sie dieses Mittel mehr als einmal einsetzen.

Wie aber auch soll man reagieren, wenn man die Gedanken der eigenen Eltern ständig im Ohr hat, die sich mehr oder weniger immer nur um Sex drehen? Das möchte doch wirklich niemand von seinen Eltern wissen.
Aber sie kommt auch einer Verschwörung auf die Spur, an der ihr Schwager, ihr Chef und der ungeliebte alte Klassenkamerad beteiligt sind. Natürlich geht es dabei auch um viel Geld. Eines steht für Maja fest, sie muss etwas unternehmen, das ist aber verdammt schwer, denn wie soll sie Hilfe bekommen, ohne dass sie sagen kann, woher sie ihr Wissen hat?

Dann ist da noch Mr. Knackarsch oder besser als Dr. Carlo Friedenslieb bekannt, ihr Arzt. Er sieht aus wie Orlando Bloom, oder nein doch nicht, er sieht definitiv besser aus und er ist ein Schnuckelchen. Wie gern hätte sie ihn an ihrer Seite oder doch lieber ihren Chef, der sie auch ab und an so eigenartig ansieht?

Ist schon eine verrückte Sache, die Maja da passiert. Die Gedanken von anderen zu erfahren, mag sicherlich anfangs noch interessant sein, kann sich aber auch gegen einen richten. Man erfährt nicht nur, was sie gerade denken, auch was die Personen planen, gutes wie schlechtes.
Auf einige der Informationen hätte Maja liebend gern verzichtet, z.B. das Wissen über das rege Sexleben ihrer Eltern oder die negativen Gedanken, die die Leute von ihr haben.
Positiv ist jedoch, dass sie auch von einem Komplott Wind bekommt und versucht, das mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu vereiteln.

Maja ist eine Chaotin schlechthin. Vom Freund verlassen und ohne richtigen Job musste sie wieder bei ihren Eltern einziehen. Fettnäpfen treten gehört zu ihren Spezialitäten.
Aber sie ist eine ausgesprochen sympathische und liebenswerte Protagonistin, die ich in mein Herz geschlossen habe, schließlich hat sie ihr Herz am rechten Fleck.
Es ist ein witziger und sehr humorvoller Roman, der aber meines Erachtens nicht ganz an die beiden anderen Familienromane "Immer Ärger mit Opa" und "Oma packt aus" herankommt.

Trotz allem ist es ein sehr schönes Buch zum abschalten und entspannen, bei dem man die Seele baumeln lassen kann.   

Bewertung:



Zur Autorin:

(Text von Blanvalet)
Brigitte Kanitz, Jahrgang 1957, hat nach ihrem Abitur in Hamburg viele Jahre in Uelzen und Lüneburg als Lokalredakteurin gearbeitet. Die Heide und ihre Menschen hat sie dabei von Grund auf kennen- und lieben gelernt. Sie tanzte auf Schützenfesten, interviewte Heideköniginnen, begleitete einen Schäfer mit seinen Heidschnucken über die lilarote Landschaft und trabte mit der berittenen Polizei durch den Naturschutzpark rund um Wilsede. Inzwischen lebt und schreibt sie in Italien.





An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 

Von Brigitte Kanitz wurden gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 22. Juli 2014

[Rezension] Claudia Winter - Aprikosenküsse



Leseprobe



Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 796 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 346 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00LZ6GW82

Inhalt gem. Amazon:
"Es gibt Orte, an denen wir das finden, wonach wir uns gesehnt haben."
Das Leben der Foodjournalistin Hanna könnte so wunderbar sein. Hätte sie nur nicht diese Restaurantkritik geschrieben, wegen der eine italienische Gutsherrin einen Herzinfarkt erlitten hat! Als sie auch noch versehentlich in den Besitz der Urne gelangt, reist die gewissensgeplagte Hanna nach Italien – und wird zum unfreiwilligen Opfer eines Testaments, das es in sich hat. Denn auch nach ihrem Tod verfolgt Giuseppa Camini nur ein Ziel: ihren unleidlichen Enkel in den Hafen der Ehe zu steuern. Eine Aufgabe, die ein ganzes toskanisches Dorf in Atem hält, ein Familiendrama heraufbeschwört und Hannas Gefühlswelt ordentlich durcheinanderwirbelt.

Zum Buch:
Hannas größter Wunsch wäre, Schriftstellerin zu sein. Leider reicht es aber nur für eine Karriere als Foodjournalistin.
Während eines Urlaubes in der Toskana besucht sie das Restaurant Tre Camini und zerreißt dieses übelst in einer Kolumne. 
Der Betreiber des Restaurants, Fabrizio Camini, befindet sich gerade in Deutschland, um seine Großmutter zu einem Herzspezialisten zu begleiten. Als er ihr im Warteraum den gefundenen Artikel in der Zeitschrift übersetzt und vorliest, erleidet sie einen tödlichen Herzanfall.
Er lässt sie einäschern und will sie in einer Urne nach Hause bringen, um sie dort zu beerdigen. Nur leider wird ihm die Urne im Flughafenrestaurant von genau der Journalistin "versehentlich" entwendet.
Hanna, die die Urne für eine Vase hielt und ein wenig kleptomanisch veranlagt ist, stellt leider erst in der Redaktion fest, was sie diesmal hat mitgehen lassen. Als sie dann auch noch den Namen der Toten auf der Urne liest, wird ihr klar, dass das Schicksal diesmal so richtig zugeschlagen hat.

Fabrizio Camini hat inzwischen einen Anwalt wegen einer Klage bzgl. des Artikels eingeschaltet und Hanna klaut die Asche der aufgrund dieses Artikels verstorbenen Großmutter.
Ihr Chef besteht darauf, dass sie sich bei ihm entschuldigt und so macht sie sich mit der Urne auf den Weg in die Toskana...

Als Hanna in Montesimo ankommt, ist das ganze Dorf in heller Aufregung. Giuseppa Camini wurde beerdigt, obwohl niemand weiß, dass sie eine leere Urne beerdigt haben, und die Testamentseröffnung soll öffentlich erfolgen.
Bei dieser erfährt ihr Enkel Fabrizio, dass er das Grundstück mit dem Aprikosenhain und dem Restaurant erbt, unter einer Bedingung. Er soll innerhalb eines Jahres heiraten. Seine Großmutter war schon immer der Meinung, dass Familie das wichtigste wäre und wollte ihrem Lieblingsenkel eben auf diesem Weg dazu verhelfen. 

Fabrizios Plan ist es, zu heiraten und sich nach kürzester Zeit wieder scheiden zu lassen. Das kann man aber nicht mit einer ortsansässigen Frau durchziehen und da kommt Hanna mit ihrem Schuldbekenntnis gerade richtig. Er setzt ihr die Pistole auf die Brust, entweder willigt sie ein, die Scharade mit durchzuziehen oder er weigert sich, die Urne seiner Großmutter entgegenzunehmen und den Anwalt zurückzupfeifen.
Was soll Hanna nur tun? 

Das ist inzwischen der 4. Roman, den die Autorin Claudia Winter geschrieben hat. Nachdem ich von den ersten drei Romanen begeistert war, stand die Frage eigentlich nicht, ob ich es lesen will, es war ein MUSS.

Mit diesem Roman entführt die Autorin den Leser in die Toskana. Ihre Liebe zu Italien und der Toskana bringt sie zu Papier und als Leser fühle ich mich in diese Region fast körperlich hinein versetzt.

In ihrer lockeren, humorvollen Art erzählt die Autorin eine Geschichte, die einen mitreißt. 
Die sehr von sich überzeugte und selbstbewusste Hanna sieht nach einigen Blicken hinter die Kulisse des Restaurants, dass nicht alles so ist, wie es aussieht.
Sie lernt dort warmherzige und liebenswerte Menschen kennen, die sie so annehmen, wie sie ist. Sie spielt zwangsläufig das Spiel von Fabrizio mit und ist erstaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit sie in die Familie aufgenommen wird. 
Nicht von allen, aber zumindest von den Menschen, zu denen sie sich auch hingezogen fühlt.

Als sie sich dann auch noch in Fabrizio verliebt, wagt sie nicht zu hoffen, denn für ihn ist die Sache ja ein Geschäft.

Dieses Buch habe ich in einem Stück weggeatmet, inhaliert und nicht mehr aus der Hand gelegt. Claudia Winter hat mich mit ihren sympathischen Protagonisten in die Geschehnisse hineingezogen und erst wieder entlassen, als die letzte Seite gelesen war. 
So sollte ein Buch sein. Den Blick auf die Buchstaben und alles andere um mich herum vergessen. Das ist der Autorin ein weiteres mal gelungen.

Die Story ist nicht neu und nicht außergewöhnlich, zumal man sich ja denkt und auch hofft, wie sie ausgehen möge. Aber sie ist liebevoll geschrieben worden, voller Herz und das merkt man ihr auch beim Lesen an. Die Autorin hatte sichtlich Spaß beim Schreiben und zeigt es dem Leser.

Für mich ist Claudia Winter eine Garantie für gute Unterhaltung mit Herz.

Wie schon bei ihren beiden Büchern aus der Reihe Cook & Chill findet man auch hier im Anhang wieder ein paar Rezepte, bei denen man sich schon allein beim Lesen Appetit holt.  

Das vorliegende Buch besticht auch mit seinem wunderschönen Cover. Da ärgert man sich doch, wenn man nicht selbst ein paar Aprikosen zur Hand hat. 

Ich hatte mit diesem Buch wundervolle Lesestunden, konnte abschalten und die Welt um mich herum vergessen.
Sehr gerne empfehle ich es weiter und spreche eine klare Kaufempfehlung aus.

Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom Aavaa-Verlag)
Claudia Winter ist Diplom-Sozialpädagogin an einer Grundschule und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater aufgrund der Sorge des sprachlichen Defizits. Den handwerklichen Schliff erhielt ihr Talent von dem Schriftsteller Rainer Wekwerth.
Neben „Häppchenweise“ erschienen ihre Frauenromane „Ausgerechnet Soufflé!” und „Heul doch, Paulina!” im AAVAA Verlag Berlin, außerdem hat Claudia Winter Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien veröffentlicht. Ihre Protagonistinnen sind starke Frauen mit liebenswerten Schwächen und der Fähigkeit, im Laufe ihrer Geschichten über sich hinauswachsen. Ihre Botschaft ist eindeutig: sich selbst nicht allzu ernst nehmen, mit offenem Herzen durch die Welt gehen, um Flügel wachsen zu lassen.
Die Autorin lebt in Limburg an der Lahn mit ihrem Lebensgefährten und den Hunden Kim und Luka


An dieser Stelle  möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin




bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte 

Von Claudia Winter wurden von uns gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Interview] Das Katzenpersonal befragt CLAUDIA WINTER

Nachdem Kleeblatt das neueste Buch von Claudia Winter "Aprikosenküsse" gelesen hatte, war ihr klar, dass sie auch gern ein Interview mit der Autorin machen möchte. Diese war auch so freundlich und hat sich ihren Fragen gestellt.


 
Autorenfoto: Copyright Alexandra Zoth 

Vielen Dank an Claudia Winter für die schnelle Beantwortung.



Claudia, würdest du uns ein wenig verraten, wer du bist?
Ich bin 40 Jahre alt (oh Gott … schreibe ich das gerade wirklich?) und von Beruf Sozialpädagogin. Meine Arbeit an einer Montessorischule in Leverkusen liebe ich fast genauso sehr wie das Schreiben, das sich eigentlich erst in den letzten 5 Jahren zu einem Hobby entwickelt hat, das mittlerweile mehr Zeit, Nerven und Disziplin kostet, um es überhaupt als Hobby zu bezeichnen. Ich lebe mit meinem Mann und  meinen zwei Labradoren Kim und Luka in der Nähe von Limburg an der Lahn, wo wir für zahlreiche Freunde und Bekannte ein offenes Haus führen, denn ich liebe es, Gäste zu haben und zu verwöhnen.

Wann und warum hast du angefangen Bücher zu schreiben?
So richtig ging es los, als ich anfing, mit der Bahn von Limburg nach Leverkusen zu pendeln. Ich bin täglich rund 4 Stunden unterwegs und ein Mensch, der seine Zeit gerne sinnvoll nutzt. Als mein Mann seine Leidenschaft für ein Onlinespiel entdeckte, habe ich mich zunächst beschwert, mich dann stärker dem Schreiben zugewandt – und heute verbringe ich definitiv mehr Zeit am PC als er ;-)

Mit welchem Buch erwachte die Liebe zur Literatur?
Ich habe als Kind schon sehr viel gelesen. Erstaunlicherweise erinnere ich mich an kein bestimmtes, besonderes Buch. Aber ich habe alles von Enid Blyton verschlungen, Hanni und Nanni, Dolly, Bille und Zottel, Flicka, die unendliche Geschichte natürlich, aber das war eher später. Für mich gibt es nicht DAS Buch. Die Literaturwelt ist voller großartiger Autoren und Geschichten, und jede versteht es auf ihre Weise, mich zu fesseln. Deshalb lese ich auch heute kein bestimmtes Genre. Ich verschlinge fast alles. Nur mit Science Fiction und Western kann ich nicht so viel anfangen.

Neben der Schriftstellerei – wie viele Bücher liest du als Privatperson im Jahr?
Viel weniger, als ich gerne würde. Bei meinem Tagesablauf blieb in den letzten 5 Jahren nur im Urlaub wirklich Raum zum Lesen. Oder während diverser Schaffenspausen, die man gerne als „Schreibblockaden“ bezeichnet.

Wie überbrückst du eine Schreibblockade?
Mit Lesen, viel Sport und ausgiebigen Spaziergängen. Oft hilft es mir, mich auf mein zweites Hobby zu konzentrieren: das Malen. Dabei kann ich unheimlich gut zur Ruhe kommen und meine Gedanken schweifen lassen. Fast schon therapeutisch, so ein Pinsel.

Wie sieht dein normaler Tagesablauf aus?
Ich fahre mit der Bahn zur Arbeit und schreibe währenddessen. Gegen Abend pendele ich zurück und schreibe wieder. Dann fahre ich entweder direkt zum Sport (das mache ich 3-4x in der Woche, weil das für mich ganz wichtig ist, denn ich habe Rheuma und durch die Bewegung bleibe ich schmerzfrei) oder nach Hause zu meiner kleinen Familie. Dort gibt es den obligatorischen Feierabend-Latte-Macchiato, ich tausche mit meinem Mann die Neuigkeiten des Tages aus, spiele eine Runde mit meinen Hunden … naja und dann schreibe ich meist nochmal 2 Stunden, ehe es ins Bettchen geht. :-) Das ist ein Durchschnittstag.  Natürlich gibt es auch andere Freizeitbeschäftigungen. Ins Kino gehen (ich liebe Filme!), Essen gehen, mit Freunden grillen … eben das, was ganz normale Leute auch so tun.

Wie gehst du mit negativer Kritik um?
Es kommt auf die Kritik an. Manche Kritiken sind sehr konstruktiv und fair. Da muss ich natürlich auch schlucken, aber sie helfen mir auch oft weiter. Ich bedanke mich bei dem Kritiker und sehe, was ich davon ins nächste Buch mitnehme. Destruktive Kritik, die darauf abzielt, wehzutun, stecke ich natürlich nicht so leicht weg. Ich versuche hier einfach, auf die Intelligenz meiner Leser zu bauen, die sehr gut unterscheiden können, welche Art der Kritik vorliegt. Und selbst das Ganze aus solcher Distanz zu betrachten, dass es mir letztlich egal wird.

Wie bereitest du dich auf einen Roman vor? Du hast eine Idee und dann?
Ich bin eine Handwerkerin. Wenn ich eine Idee habe, lege ich zunächst einen sehr ausführlichen Plot als Gerüst an und schreibe ein Exposé. Direkt danach wende ich mich meinen Charakteren zu, die ich sehr genau ausarbeite, mit all ihren Wünschen, Fehlern, Macken - komplette Lebensläufe entstehen da.
Dann wende ich mich wieder dem Exposé zu, arbeite es immer feiner aus, recherchiere nebenbei (beim Letzten beispielsweise habe ich viel Italienbücher/Reiseführer gelesen, Schauplätze gegoogelt, meine Italienreisefotos und Erinnerungen hervorgekramt, im Internet recherchiert, mit Italienern geplaudert) bis es schließlich zum Arbeitsexposé wird, das ich in Kapitel einteilen kann. Aus den Kapiteln generiere ich die Szenen, verarbeite weitere Ideen. Irgendwann ist der Roman einschließlich des Endes auf dem Blatt. Und ich muss die Geschichte nur noch schreiben.

Für wie viel kommende Bücher hast du schon Ideen im Kopf?
Ich habe immer ein aktuelles Projekt im Kopf, auf das ich mich voll konzentriere.

Nach welchen Gesichtspunkten suchst du die Namen der Protagonisten aus?
Der Name muss zu den Charaktereigenschaften der Figur passen, gut in meinen Ohren klingen, die Namen der Personen dürfen einander nicht zu sehr ähneln, da sonst Verwechslungsgefahr besteht. Außerdem dürfen die Namen für mich nicht negativ besetzt sein. Kennt ihr das? Da war früher in der Schule diese Sabine, die hat doch immer … und schon hat man ein Negativbild im Kopf. Passt aber meist gut für einen Antagonisten ;-) Umgekehrt funktioniert das aber auch. Schon erstaunlich, unsere Psyche.

Könntest du dir vorstellen, deinen Beruf an den Nagel zu hängen und nur noch zu schreiben?
Die Vorstellung, den ganzen Tag allein in meinem Kämmerchen zu sitzen, Abgabetermine im Nacken, finde ich eher beängstigend. Ich brauche den Kontakt zu Menschen und besonders die Arbeit mit Kindern schenkt mir unheimlich viel. Da müsste schon ein verdammt gutes Angebot kommen, dass ich darüber nachdenken würde, das aufzugeben. Hinzu kommt ja, dass es sich ergeben hat, dass ich nebenbei auch noch als Coach und Lektorin arbeite, was mir fast genauso viel Spaß wie das Schreiben selbst macht. Es ist ein Kreuz, wenn es so viele Dinge gibt, die man gern tut. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass so ein Tag 36 Stunden hätte und ich mit nur 4 Stunden Schlaf auskäme. Das wäre toll.

Deine bisherigen Bücher sind ja reine Unterhaltungsliteratur. Ist geplant, mal einen Ausflug in ein anderes Genre zu wagen?
Oh, ich fühle mich ausgesprochen wohl damit, romantische Komödien zu schreiben. Es liegt mir, ich bin gut darin. Ich baue lieber Bestehendes aus, anstatt mich auf ein Gebiet zu wagen, wo es mit Sicherheit sehr viel bessere Autoren und Autorinnen als mich gibt. J

Das ist ja jetzt dein 4. veröffentlichtes Buch und gleichzeitig das 3., in dem es irgendwie ums Essen geht. Hat das einen speziellen Grund?
Räusper. Auch wenn man mir das vielleicht nicht ansieht – ich esse für mein Leben gern. Mein Mann nennt mich liebevoll „seine kleine braune Tonne“, ich denke das sagt genug. Aber Essen ist so viel mehr. Es ist kochen, genießen, kreativ sein, Freunde verwöhnen, Gastgeber sein. Das ganze Drumherum ist für mich zu Hause pur. Das ist schon so, seit ich in meine erste Wohnung gezogen bin. Bei mir fanden immer die gemütlichsten Abende statt.

Du hattest geschrieben, dass dieses Buch eine Herzensangelegenheit für dich ist, wie darf man das verstehen?
Aprikosenküsse ist eine Geschichte, die mir von der ersten Zeile an aus der Hand geflossen ist. Ich konnte sie sehen, riechen, schmecken, noch ehe sie geschrieben war. Mittendrin habe ich dann plötzlich Angst vor mir selbst bekommen. Ich habe ein halbes Jahr kein Wort mehr zu Papier gebracht, weil das, was da stand, für mich schon so gut war, dass ich es nur versauen konnte. Dann kam meine Kollegin Katrin Koppold ins Spiel. Sie las es, war begeistert und gab mir mein Selbstvertrauen zurück, indem sie mich motivierte, weiterzuschreiben. Diese Geschichte hat mich unglaublich viel Disziplin gekostet. Und ich glaube, es hat sich gelohnt.

Wieso diesmal Aprikosen und Italien?
Ich bin bekannt für besonders liebevoll ausgearbeitete, schräge Figuren. Und die findet man in Italien zuhauf. Ich liebe Italien, die Italiener und ihre Marotten, das Essen, die Landschaft, einfach alles dort. Und da jeder Oliven, Wein oder Zitronen kann … habe ich mir gedacht, warum nicht mal Aprikosen? Denn die werden dort auch angebaut und ich kann mich nicht erinnern, dass mal jemand darüber geschrieben hat.

Welches Buch befindet sich aktuell auf deinem Nachttisch?
Ich lese gerade eine Krimireihe von Nicci French. Frieda Klein heißt die Hauptfigur, eine Psychotherapeutin, die der Londoner Polizei bei der Aufklärung von Verbrechen hilft. Ich finde die Serie und die Protagonistin ziemlich brillant, wenn sie auch nicht gegen Michael Robotham's Thriller ankommt. :-) Sein Sprachniveau ist anbetungswürdig und ich habe viel von seiner Art zu schreiben gelernt.

Was wünschst du dir für die Zukunft?
Gesundheit. Denn ohne die geht gar nichts. Und ganz viele alte und neue Leser(innen), die sich von mir nach Italien (ver-)führen lassen. 



Mehr über die Autorin Claudia Winter erfahrt ihr auf ihrer Autorenseite

Wer jetzt neugierig auf das Buch geworden ist und wie Kleeblatt es bewertet hat, der möge doch mittags noch einmal vorbeischauen.

Montag, 21. Juli 2014

[Rezension] J. D. Robb - Ein sündiges Alibi (Band 26)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 512
ISBN: 978-3-442-37679-7
Erscheinungstermin: 21. Juli 2014 (1. Auflage)
Format: Taschenbuch

Verlag: blanvalet

Klappentext: gem. blanvalet
Der Tod des milliardenschweren Großindustriellen Thomas A. Anders scheint schnell aufgeklärt zu sein: Tödlicher Unfall im Rahmen misslungener außerehelicher Fesselspielchen. Doch warum finden sich bei dem Opfer Spuren von einem hochkonzentrierten Betäubungsmittel im Blut? War es womöglich doch ein grausam kalkulierter Mord? Mithilfe ihres Ehemanns Roarke und Detective Delia Peabody nimmt Eve Dallas sich dem Fall an und ermittelt in der Familie des Opfers. Doch alle haben ein wasserdichtes Alibi. War der Tod des Firmengründers von »Anders Worldwide« tatsächlich nur ein Unfall?


Rezension:
Am 18. März 2060 morgens wird der 61-jährige Thomas Aurelius Anders von Greta Horowitz, seiner Hauswirtschafterin, tot aufgefunden. Es hat den Anschein, als wäre bei einem Fesselspielchen etwas gewaltig schief gegangen. Prekär wird die Situation zusätzlich durch die Tatsache, dass seine Frau Ava sich gerade außerhalb der USA im Urlaub befindet. Eve Dallas wird mit den Ermittlungen beauftragt. Zusammen mit ihrer Partnerin Detective Delia Peabody macht sie sich an die Arbeit und findet schnell heraus, dass Anders die Anteilsmehrheit an Anders Worldwide hatte und Milliardär war. Seine Erben sind seine Frau Ava und sein Neffe Benedict Forrest.

Als bei der Autopsie durch den Chefpathologen Morris jedoch rauskommt, dass Anders vor seinem Tod betäubt wurde, weiß Eve, dass es sich hierbei um Mord und nicht um einen Unfall handelt. Doch augenscheinlich hatte niemand ein Motiv, Anders umzubringen. Er hatte einen hervorragenden Ruf, wurde von allen geachtet und hat sehr viele soziale Projekte im Sportbereich gefördert. Warum musste er sterben?

Bei diesem Fall dreht sich Eve förmlich im Kreis. Sie hat keinen Verdächtigen, zumindest keinen, dem sie die Tat nachweisen kann, denn obwohl sie schon jemanden im Focus hat, kommt sie ohne Beweise nicht weiter und diese Person ist verdammt clever vorgegangen. Doch auch privat läuft nicht alles glatt. Eve hat Streit mit ihrem angetrauten Göttergatten Roarke und wie so oft ist das leidige Thema "Geld", über das sie sich nicht einigen können. Noch dazu scheint im Leben ihrer Freunde Charles Monroe und Dr. Louise Dimatto ebenfalls etwas ganz gewaltig schief zu laufen, doch dann überschlagen sich die Ereignisse und Eve kann endlich eine Spur zum Täter aufnehmen ...


Der 26. Band der Eve-Dallas-Reihe beginnt nur wenige Tage nach dem Ende des 25. Bandes "Mörderische Sehnsucht". Der Plot wurde wieder spannend und mit vielen Irrungen erarbeitet. Besonders gut hat mir hierbei gefallen, dass Eve dieses Mal verdammt lange gebraucht hat, um dem Täter auf die Spur zu kommen und noch länger, um ihn dingfest zu machen. In diesem Band musste über ihren eigenen Fall hinausschauen, um erfolgreich zu sein. Leider kam mir in diesem Band Eves Privatleben mit ihren durchaus durchgeknallten Freunden etwas zu kurz, ich habe Trina und Co. schon ziemlich vermisst. Die Figuren wurden wieder facettenreich und authentisch erarbeitet, wobei mir hier besonders das Mit- und teilweise Gegeneinander zwischen Eve und Roarke sehr gut gefallen hat, denn Beide sind starke Persönlichkeiten, die nicht so leicht nachgeben und das in diesem Band mitunter sehr stark ausleben. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd zu lesen, sodass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte. Jetzt beginnt für mich wieder die Zeit des Wartens, zum Glück dieses Mal nicht allzu lange, denn bereits Ende des Jahres erscheint der nächste Band der Reihe "Im Namen des Todes", auf den ich mich schon jetzt sehr freue.



Bewertung


Von J. D. Robb bereits gelesen und rezensiert: 




Als Nora Roberts:




Die Autorin:
J. D. Robb ist das Pseudonym von Nora Roberts. Nora Roberts wurde am 10. Oktober 1950 in Silver Spring, Maryland, als jüngstes von fünf Kindern und einziges Mädchen geboren. Ihre Ausbildung endet mit der High School in Silver Spring. Mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen zog sie Anfang der Siebziger Jahre aufs Land. Sie begann zu schreiben, als sie im Winter tagelang eingeschneit waren und sie jedes im Haus verfügbare Buch gelesen hatte. Drei Jahre später hatte sie hat bereits mehrere fertige Manuskripte in der Schublade, und 1981 wurde ihr Roman »Irish Thoroughbred« veröffentlicht, der über eine halbe Million mal verkauft wird.
Seitdem hat sie bereits über 100 Bücher auf den Markt gebracht, die in 26 Sprachen übersetzt sind. Nora Roberts gehört zu den erfolgreichsten Autorinnen ihres Genres, dem (historischen) Liebesroman. Hochrechnungen haben ergeben, dass in den USA heute alle fünf Minuten ein Buch von ihr verkauft wird. Von dem Romantic Times Magazine wurde sie mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet.
Unter dem Pseudonym J.D. Robb schreibt sie Kriminalromane mit der Serienheldin Eve Dallas, einer Polizistin in New York im Jahr 2059.
Nora Roberts lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Keedysville, Maryland. (von blanvalet übernommen)

Zur Webside der Autorin kommt ihr hier.




Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim Verlag





bedanken, der mir dieses lang ersehnte Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat. 


[Gewinnspiel] Ein Schatten von Verrat und Liebe von Diana Gabaldon

Guten Morgen,

gestern endete die Diana-Gabaldon-Fan-Tour hier beim lesenden Katzenpersonal. Die Fans der Reihe wissen, warum sie gerade zu diesem Zeitpunkt stattfand, denn heute erscheint der 8. Band Ein Schatten von Verrat und Liebe der Reihe rund um Jamie und Claire.

Ihr seid Fans der Reihe und könnte es kaum erwarten, dieses Buch in den Händen zu halten? Da habt ihr Glück, denn ich möchte einen Fan der Reihe glücklich machen und verlose daher ein Exemplar von




Klappentext:
"Sie versprachen sich die Ewigkeit – doch das Schicksal lässt nicht mit sich handeln ...
Die entscheidende Schlacht des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges steht bevor. Als der totgeglaubte Rebell Jamie Fraser an die Seite seiner Frau Claire zurückkehrt, muss ihre Liebe erneut der Gewalt ihrer Zeit trotzen. Kann ihre durch zwei Jahrhunderte voneinander getrennte Familie allen Gefahren widerstehen? – Das nächste große Abenteuer um Verrat und Versöhnung, Gefahr und Tod sowie Liebe und Loyalität einer Familie zwischen allen Fronten."




Was ihr dafür tun müsst, um in den Lostopf zu hüpfen?
Ganz einfach, beantwortet folgende Frage:

Was fasziniert euch so an Jamie und Claire?

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, beantwortet bitte im Kommentar die Frage und sendet mir zusätzlich eine Mail mit eurer vollständigen Adresse an folgende Mail-Adresse: kerry5 (at) gmx.de (ohne Leerzeichen und Klammern und at als Zeichen) Solltet ihr ein Pseudonym haben, dann gebt es in der Mail bitte mit an, so dass ich euch zuordnen kann.

Hier noch das Kleingedruckte:

1.) Eine Teilnahme ist nur möglich, wenn ihr über 18 Jahre alt seid, ansonsten ist eine Einverständniserklärung der Eltern nötig.
2.) Die Adressen werden nur für das Gewinnspiel verwandt und im Anschluss gelöscht.
3.) Es wird nur innerhalb Deutschlands versendet oder ihr erklärt euch bereit, die Portokosten zu übernehmen. Jeder Teilnehmer aus dem Ausland erklärt sich durch die Teilnahme am Gewinnspiel mit dieser Passage einverstanden.
4.) Bei Verlust auf dem Postweg wird keine Haftung übernommen.
5.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
6.) Der Gewinner bestätigt mir bitte den Erhalt des Buches

Ihr dürft das Gewinnspiel gern teilen auf Facebook, Twitter, Google+ und natürlich auf euren Blogs. Neue Leser sind jederzeit willkommen.

Einsendeschluss ist Sonntag, der 27.07.2014 - 12:00 Uhr

Die Auslosung erfolgt noch am selben Tag über Random.org, ebenso die Bekanntgabe des glücklichen Gewinners.
 
Kerry