Willkommen auf unserem Leseblog




Auf diesem Blog stellen wir euch Bücher vor, die wir (Kleeblatt und Kerry) lesen werden bzw. die wir gerade gelesen haben.
Jedes Buch wird von uns mit Noten (Pfoten - siehe rechte Sidebar) bewertet, die nur unsere eigenen Meinungen wiederspiegeln.

Sie sind ein Verlag oder Autor und suchen Rezensenten für Ihre Werke? Wir freuen uns, wenn Sie uns fragen. Unsere Kontaktdaten finden Sie unten im Impressum

Freitag, 19. September 2014

[Lesung] Stefan Holtkötter liest aus "Schlaf süß im tiefen Grabe"

Es ist Donnerstag Abend und es ist Lesezeit. Nicht dass wir lesen, nein, wir haben wieder einmal lesen lassen.
Die Bruno-Lösche-Bibliothek hatte eingeladen in den Krimisalon.

 

Der Autor Stefan Holtkötter war der Star des Abends und er stellte uns sein Buch "Schlaf süß im tiefen Grabe" vor.


Auf dem Weg zur Bibliothek sind uns diese beiden Häuser aufgefallen, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Beide befinden sich in der Perleberger Str. in Moabit.

 
An der linken Fassade hängen fliegende Engel und die rechte ist einfach nur schön.

Bevor Stefan Holtkötter mit dem Lesen loslegte, stellte er sich dem Publikum vor. Wir erfuhren von ihm, dass er gebürtiger Münsterländer ist. Dass es ihn noch immer in die alte Heimat zieht ist schon daran zu erkennen, dass es von ihm eine Krimireihe gibt, die im Münsterland angesiedelt ist.

Stefan Holtkötter erzählt

Aber auch seiner Wahlheimat Berlin hat er eine Krimireihe gewidmet.
Da er nicht immer nur Krimis schreiben möchte, veröffentlicht er auch unter Pseudonym humorvolle Literatur.

Nun wurde gelesen. Stefan Holtkötter pickte sich 3 Abschnitte aus, in denen wir die Protagonisten kennenlernen durften. Nach diesen Abschnitten war uns klar, dass wir das Buch lesen müssen. Neugierig gemacht hat er uns auf alle Fälle.

Stefan Holtkötter liest

Im Anschluss gab es eine Reihe interessanter Fragen, die uns der Autor bereitwillig beantwortete. Wir hätten gern mehr erfahren, aber irgendwie wollte er nicht so recht. :-) Was natürlich richtig war, denn wir wollen es ja schließlich noch lesen.
Aber wir erfuhren, wie er auf die Idee zu dem vorgestellten Krimi kam und wer beispielsweise seine Krimiautorenvorbilder (was für ein Wort) sind.

Kleeblatt durfte ein signiertes Exemplar des Buches mit nach Hause nehmen und zusätzlich hat sie ihre 3 Bände der Tantenreihe von Alex Steiner signieren lassen. Der 3. Band war so neu, dass der Autor das Buch auch zum ersten Mal in den Händen hielt. Da war Kleeblatt mit dem Kauf des Buches schneller als der Verlag mit den Belegexemplaren für den Autor.

Die Tanten-Reihe von Alex Steiner

Die Rezension zum vorgestellten Buch wird nachgeholt, es war zeitlich leider nicht eher zu schaffen.

Es war ein toller Abend, der im nu vorbei war. Wir fühlten uns gut unterhalten von und mit einem ausgesprochen sympathischen Autoren.

Donnerstag, 18. September 2014

[TTT] - Top Ten Thursday #174

Auch in dieser Woche mache ich wieder beim Top Ten Thursday, organisiert von Steffis Bücher Bloggeria mit.


http://buecher-bloggeria.blogspot.de/



Diese Woche lautet das Thema:

"
Nenne 10 Quellen, bei denen du dich über Bücher informierst"
 
Puh, gar nicht so einfach, 10 bekomme ich auf keinen Fall zusammen (ohne Blogs), aber ein paar fallen mir doch prompt ein.



Tja, ich denke, die HP mit dem großen A werde ich öfter sehen ^^

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche

Liebe Grüße

Kerry

Mittwoch, 17. September 2014

[Rezension] Frederic Brake - Dunkelste Stunden


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 205 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 61 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00MRVEIKI

Klappentext gem. Amazon:
»Dunkelste Stunden« enthält ...

… die Story vom echten Gefühl ...
… die Story, warum eine ewige Nacht auch Vorzüge haben kann ...
… die Story, was Wörter dem Autor sagen können …
… die Story von der Erleichterung …
… die Story vom schlimmsten Schnupfen aller Zeiten …
… die Story von der perfekten Hausfrau …
… die Story vom Anderen …
… die Story von überall und immer wieder …
… die Story vom verschwundenen Vater


Jeder erlebt irgendwann seine dunkelste Stunde. Wie sie kommt und wann sie kommt, weiß niemand, nur, dass sie alles verändert und nichts mehr so sein wird, wie es vorher war. Sicher ist, dass wir alle in dieser Stunde alleine sein werden. Dieses Buch enthält neun Storys, die sich mit den ganz privaten »dunkelsten Stunden« beschäftigen, auch wenn sie manchmal die ganze Welt umfassen.


Rezension:
*Gefühlsecht*
Die Zukunft sieht sehr rational für die Menschen aus, denn Gefühle gibt es nicht mehr, dafür haben die neuen technischen Errungenschaften gesorgt. Albert Heinen hingegen hat ein Problem. Er wurde wegen irrationaler Hilfeleistung zu einem halben Jahr Gefühlfähigkeit verurteilt. Nun nimmt er als fühlender Mensch zum ersten Mal seine Welt dar, doch wie soll er sich nur zurechtfinden?

*Ewige Nacht*
Nach dem Supergau ist die Menschheit so gut wie ausgelöscht. Nach dem letzten Atomkrieg gibt es nur wenige Überlebende, dafür gibt es neue Arten - Mutanten. Gregory Wolthhampton ist ein überlebender Mensch und er weiß, dass er außerhalb eines geschützten Bereiches dem Tode geweiht ist. Zwar kann er einen Stützpunkt ausfindig machen, doch dort hineinzukommen, ist schwerer, als gedacht ...

*Vom Schreiben*
Was würde passieren, wenn Wörter plötzlich ihren eigenen Schöpfer quälen würden?

*Bernhard*
Der 65-jährige Bernhard, seit einem halben Jahr verwitwet, lebt sein Leben in einem alltäglichen Trott. Ohne seine Frau ist seine Welt sehr einsam geworden, da ist ein Besuch auf dem Markt schon ein Highlight. Doch eines Tages kann er sich des Gefühles nicht erwehren, dass er verfolgt wird von einem vermummten Mann. Was will dieser von Bernhard?

*Prothesenschnupfen*
Wie so oft erzählt Opa Wiemers den Kindern der Gemeinschaft über die Zeit vor und während der Epidemie, bevor sich die Technik gegen die Menschen wand und sie in ihrer Entwicklung sehr weit zurückwarf. Doch was verbirgt sich dahinter?

*Die perfekte Hausfrau*
Wenn die stets perfekte Hausfrau ausbricht, sollte man mit allem rechnen, nur nicht mit dem zu erwartenden!


*Und erlöse mich von dem Bösen?"
Was würdest du tun, wenn du dazu verdammt bist, miterleben zu müssen, wie ein Opfer gejagt und ermordet wird?


*Der Zweck heiligt die Mittel*
Botch hat seine 4-jährige Tochter Rebecca bei einem tragischen Autounfall verloren. Nun sinnt er nach Rache und beschränkt sich dabei nicht nur auf diese Welt ...

*Vater*
Ein Resümee eines Sohnes über das Leben seines Vater - mit Höhen und Tiefen und was in Erinnerung bleiben wird.


Wie wirst du dich in deiner dunkelsten Stunde schlagen? Bei diesem E-Book handelt es sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten, mal schaurig, mal melancholisch, aber nie langweilig und eine jede bietet dem Leser eine neue, eigene Sicht auf die Dinge, die geschehen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, wobei ich gestehen musste, dass mich bereits die erste Geschichte so in ihren Bann geschlagen hatte, dass ich nicht mehr von dem E-Book lassen konnte.

Bewertung

Der Autor: 

Jahrgang 1970, lebe ich heute mit einer bezaubernden Frau und einem wunderbaren Sohn in Altena i.W., dem Gründungsort des Jugendherbergswerkes und dem Standort des deutschen Drahtmuseums. Wieder Altena, obwohl ich mir nachdem dort gemachten Abitur geschworen hatte: Nie wieder Altena. Das Leben
ist halt eine Wundertüte. Neben dem Schreiben ist die Photographie mein zweites Hobby. Am wichtigsten jedoch sind und bleiben meine Frau und mein Sohn. Frederic Brake, Juni 2009 (übernommen von Hinterhof der Fantasie)

Zum Blog des Autoren kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 



bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Dienstag, 16. September 2014

[Rezension] Tom Finnek - London 03: Vor dem Abgrund



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: Aufl. 2013 (22. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785724780
ISBN-13: 978-3785724781
Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 4,2 cm

Inhalt gem. Lübbe:
Im Herbst 1888 kommen zwei junge Menschen ins Londoner East End, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die verarmte Celia Brooks versucht verzweifelt, ihren Vater zu finden. Der Hotelierssohn Rupert Ingram will hingegen seine Pflichten im sündigen Treiben vergessen. Doch im East End hat alles seinen Preis, Antworten ebenso wie das Vergessen. Und während die Huren ihre Dienste feilbieten und ein Mörder namens Jack the Ripper in den Schatten lauert, stoßen Celia und Rupert auf Geheimnisse, die ihr Leben für immer verändern ...

Zum Buch:
"Hüte dich vor ihm, Celia" sind mit die letzten Worte, die Celias Mutter kurz vor ihrem Tod ihrer Tochter mit auf den Weg gibt. Damit ist Celias Vater gemeint, der die Familie bereits vor vielen Jahren verlassen hat und nunmehr in London leben soll.
Trotz der Warnung macht sich die 16-jährige Celia völlig mittellos allein auf den Weg, um ihren Vater dort zu suchen. Es ist nicht leicht, zumal sie auch keine Vorstellung mehr davon hat, wie er heute aussehen könnte.
In London kreuzt ihr Weg bzw. ihre Suche immer wieder den von Rupert Ingram, einem Hotelierssohn, der in London das ausschweifige Leben genießt, um den ihm auferlegten Pflichten seines Vaters zu entkommen.
Die beiden sind Geheimnissen auf der Spur, deren Aufdeckung vieles verändern wird ...

London im Jahr 1888. Es ist die Zeit, in der Frauen vor Armut sich als Huren verdingen müssen, die Heilsarmee sich integriert und für die Belange der Frauen kämpft und in der Jack the Ripper sein Unwesen auf Londoner Straßen treibt und seine Opfer sucht.

In dieser Zeit spielt der letzte Roman der London-Trilogie des Autors Tom Finnek.
Er lässt mit Celia und Rupert zwei Welten aufeinanderprallen.
Celia, die sich auf den Weg nach London gemacht hat, um ihren abtrünnigen Vater zu suchen und ihn nicht einmal erkennen würde, wenn er vor ihr stehen würde und Rupert, einem Hotelierssohn, der sich vor einer arrangierten Heirat drücken will, die sein Vater ihm aufzwingen will.
Das Schicksal will es so, dass sie nach einer ersten unscheinbaren Begegnung sich immer wieder begegnen und auch kennenlernen.

Tom Finnek ist es gelungen, diese Zeit für den Leser wieder auferstehen zu lassen. Durch eine komplexe Recherche fühlt der Leser sich förmlich in diese Zeit hineinkatapultiert.
So erging es mir. Ich spürte das Flair von London, hatte die Gerüche der verarmten Gegenden fast greifbar in der Nase. Eine Orientierung der Gegend wurde mir auch möglich durch die abgebildeten Karten eines Teils von London auf den vorderen und hinteren inneren Umschlagseiten.

Durch die Verflechtung historisch nachgewiesener und fiktiver Personen wirkt die Geschichte durchaus glaubhaft.

Der Roman entbehrt weder Spannung noch langweilt er mit geschichtlichen Ereignissen. Jack the Ripper ist wohl die Personifizierung des Bösen schlechthin und mehr oder weniger jedem ein Begriff, die Bedeutung der Heilsarmee wurde mir jedoch mit diesem Buch etwas vertrauter gemacht.
Es ist ein Buch, das nicht nur eine Geschichte erzählen will, sondern es ist auch ein Buch, das Geschichte erlebbar macht. Besser als sie in einen Roman zu verpacken, kann man sie nicht vermitteln. Das ist dem Autor hervorragend gelungen.

Beim Lesen wird man in das Buch hineingezogen und man kann es kaum glauben, dass man 574 Seiten gelesen hat, wenn man damit fertig ist. Auch wenn es einige kleine Längen gab, wo der Autor es gut meinte und auch ein wenig rechts und links des Weges graste, las das Buch sich flüssig und schnell.

Es hat mir Spaß gemacht, Celia und auch Rupert auf ihren Wegen zu begleiten und ich empfehle das Buch nicht nur Liebhabern von London gern weiter.

Reiheninfo:
London 01: Unter der Asche
London 02: Gegen alle Zeit
London 03: Vor dem Abgrund

Bewertung:


Zum Autor:
(Text übernommen vom Verlag Bastei Lübbe)
Tom Finnek, 1965 in Westfalen geboren, lebt als Filmjournalist und Schriftsteller in Berlin. Als Autor beschäftigt er sich schon länger mit historischen Stoffen. Für ihn ist gerade London mit seiner langen, wechselhaften Geschichte besonders faszinierend, und dem trägt er in seinen Romanen UNTER DER ASCHE, GEGEN ALLE ZEIT und VOR DEM ABGRUND Rechnung: Sie spielen alle in London, aber in unterschiedlichen Jahrhunderten. Tom Finnek ist verheiratet und stolzer Vater von zwei Söhnen.




Von Tom Finnek wurden gelesen und rezensiert:



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Autor Tom Finnek und dem Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 15. September 2014

[Rezension] Stefanie Luxat - Wie sag ich's meinem Mann



Leseprobe
Trailer zum Buch



Eckdaten:
Broschiert: 272 Seiten
Verlag: Eden Books; Auflage: 1 (15. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3944296710
ISBN-13: 978-3944296715
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,6 x 2,8 cm

Inhalt gem. Eden-Verlag:
Nachdem Stefanie Luxats erstes Buch „Einfach heiraten!“ ein durchschlagender Erfolg war, widmet sich die Journalistin und Bloggerin nun einem anderen Thema: Was passiert eigentlich, wenn sich das Traumpaar in die eigenen vier Wände zurückzieht und die Tür hinter sich zumacht? In humorvollen Kolumnen erzählt Stefanie Luxat von den Herausforderungen des Zusammenlebens mit dem anderen Geschlecht, erörtert Stil- und andere Streitfragen und zeigt mit einem Augenzwinkern, wie man sich nicht nur schön in seiner Wohnung einrichtet, sondern dabei auch noch eine harmonische Beziehung führt.

Zum Buch:
Wenn man verheiratet ist oder so mit einem Partner / einer Partnerin zusammenlebt, verläuft das Zusammenleben nicht immer harmonisch. Es gibt mal das ein oder andere Problem, was einem am anderen stört.
Sind es die Häufchen, die hinterlassen werden, weil dem Mann das "Ich-mach-es-direkt-weg-Gen" fehlt, sei es das "Müll-Auto" des Mannes oder Männer und ihre "Krankheiten".

Die Autorin Stefanie Luxat schreibt auf ihrem Blog Kolumnen über das Zusammenleben mit dem anderen Geschlecht, die sie hier in einem Buch zu Papier bringt.

Ich habe mich mit der Lektüre bestens unterhalten.

Dabei werden die Probleme nicht nur benannt, es werden auch Lösungen angeboten, wie man das ein oder andere störende Problem ohne Streit aus der Welt schaffen kann. Das funktioniert natürlich nur, wenn beide an einer harmonischen Partnerschaft interessiert sind.

Sehr amüsant fand ich das Kapitel mit dem Thema "Wir sind schwanger". Wie weit die Vorstellungen doch auseinandergehen von dem, was man sich so erträumt, wie man seinem Mann das mitteilen möchte und wie es dann letztendlich abläuft, das war bühnenreif.

Oder was mache ich, wenn ich beispielsweise Geschenke von der Schwiegermutter bekomme, die mir so gar nicht gefallen? Lasse ich sie einfach verschwinden oder sage ich klipp und klar, was Sache ist? Das kennt sicher jeder, eine unangenehme Situation. Was ist, wenn Schwiegermutter gern Babysachen kaufen möchte, die ich meinem Kind nie anziehen würde?

Auch über das leidige Thema "Männer und ihre Krankheiten" wird gesprochen. Männer, die ja soviel mehr leiden als ihre Frauen, die doch ein und denselben Virus abbekommen haben. Ja, da möchte man wirklich mit einer Tüte Mitleid helfen.

Viele Themen werden angesprochen, Männer und ihre Frisuren, Männer und ihre Verschieberitis oder Männer, die außer Haus müssen, wenn Frau Besuch bekommt.

Leicht und locker, vor allem sehr humorvoll erzählt die Autorin vom Zusammenleben mit ihrem Mann oder von gehörten Erlebnissen von Freunden oder Bloggern, sehr zur Freude des Lesers.
Vieles kam mir bekannt vor und ließ mich grinsen oder weise mit dem Kopf nicken.

Zu einigen Themen, die sie auf ihrem Blog veröffentlicht hatte, hat sie auch ein paar der dort gegebenen Kommentare der Leser mit hinzugefügt. Nicht wirklich erstaunlich ist dabei die Erkenntnis, dass die Leser die gleichen Männer zu Hause zu sitzen haben, es also demnach keine Einzelfälle oder -marotten sind.

Zwischendurch kommen immer mal noch Experten zu Wort, die mit Hilfestellungen zur Bewältigung der Probleme kommentieren. Nicht alle sind ernst gemeint, wie z.B. der Test, ob man der Mann oder die Frau in der Beziehung ist.

Nachdem Stefanie Luxat sich in einem ganzen Buch über ihren Mann oder andere ausgelassen hat, durfte ihr Mann auch seinen Senf zu den Macken seiner Frau dazugeben. Er benötigte dafür nur 6 Seiten. Was sagt uns das?

Die beste Erkenntnis des Buches ist jedoch, dass man keinen Paartherapeuten braucht, wenn man noch gemeinsam über die Macken lachen kann.

Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom Klappentext)
Stefanie Luxat ist Autorin, Journalistin und Bloggerin. 2013 erschien ihr Hochzeitsratgeber "Einfach heiraten!" und wurde direkt ein Bestseller. Sie schreibt als freie Journalistin für diverse Magazine und ist regelmäßig im TV als Einrichtungsexpertin zu sehen. Auf ihrem Food- und Design-Blog www.ohhhmhhh.de bloggt sie über Lifestyle-Themen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Hamburg.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Birgit Schlieper - Zum Wünschen ist es nie zu spät




Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (15. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442480949
ISBN-13: 978-3442480944
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3 cm

Inhalt gem. Goldmann:
Seit sechs Jahrzehnten treffen sich Ingrid, Hedda, Gudrun und Marie-Ann, um gemeinsam über das Leben zu lachen und zu weinen. Doch eben dieses Leben wird immer vorhersehbarer. Seniorenbridge und Volksmusik, mehr kommt nicht mehr? Als Gerda plötzlich mit einem viel jüngeren Mann auftaucht, geht ein Ruck durch die Truppe. Das wollen sie auch: Noch einmal etwas wagen, etwas wünschen dürfen. Ein Beschluss wird gefasst: Jede schreibt ihre heimlichen Wünsche auf, alles kommt in einen Hut – und was gezogen wird, das wird gemacht, alle zusammen, keine Rückzieher ...

Zum Buch:
Die 4 Freundinnen Ingrid, Hedda, Gudrun und Marie-Ann sind seit ihrer Schulzeit miteinander befreundet. Sie haben alles miteinander erlebt, erste Freunde, Hochzeiten, Kinder, Beerdigungen. Nun sind sie an die 60 Jahre alt und immer noch befreundet.
Als Gudrun eines Tage Hedda mit einem Mann Händchen haltend auf der Straße antrifft, glaubt sie, dass sie der Schlag trifft. Niemand der anderen Freundinnen wusste von einem Mann im Leben vom Hedda, so dass sie ein außerplanmäßiges Treffen vereinbaren.
Bei diesem offenbart Hedda, wo sie ihren Luigi kennengelernt hat.

Obwohl sie schon so alt sind, stellen sie fest, dass sie doch noch den ein oder anderen Wunsch haben. Sie beschließen, sich ihre Wünsche zu erfüllen. Jeder der 4 Freundinnen schreibt jeweils 2 Wünsche auf, die sie in einen Hut werfen. Einer nach dem anderen wollen sie sich gemeinsam die Wünsche erfüllen.
Aber welche Wünsche hat man in dem Alter um die 60 Jahre herum? ...

Ein herrlicher, humorvoller Roman, bei dem es mal nicht um jugendliche Protagonisten geht, sondern um Frauen, die ihr Leben zum größten Teil schon hinter sich haben. Die Kinder sind aus dem Haus, sie sind zum Teil schon Großmütter, Männer sind gestorben, aber die 4 Freundinnen sind noch nicht so weit, sich aufs Altenteil zu legen.

Ingrid ist seit vielen Jahren die Geliebte ihres Chefs und lebt ganz gut damit. Gudruns Mann lebt in Afrika, sie selbst hofft darauf, dass sie bald Großmutter wird, da sie Kinder über alles liebt. Hedda arbeitet in einer kleinen Boutique stundenweise und ärgert sich maßlos über das graue und kackbraune Sortiment ihrer Chefin. Marie-Ann ist ganz versessen, immer neue Internetkurse an der VHS zu besuchen.

Jede der Frauen hat noch Wünsche und Träume und die wollen sie sich nun gemeinsam erfüllen. 
Wen wundert es da, dass darunter auch der Wunsch besteht, gemeinsam zu einem Auftritt der Chippendales gehen?  Ingrids unfreiwillige Mitwirkung auf der Bühne ließ nicht nur das Publikum sich darüber freuen, sondern entlockte auch mir ein Grinsen im Gesicht.
Egal, welche Wünsche sie noch haben, sie machen es gemeinsam, sei es eine Bergwanderung oder der Besuch bei einer Fernsehaufzeichnung.

Nicht alles geht ohne Pannen ab, aber auch mit den kleinen Pannen im Leben erfreuen sie den Leser.

Die 4 Freundinnen sind sehr sympathische Protagonistinnen. Wo es ein Problem gibt, finden sie eine Lösung, egal, ob es da um Wohnungsprobleme geht oder um einen Betrüger. Sie sind füreinander da und helfen sich.
Für jede von ihnen beginnt jetzt auch ein neuer Lebensabschnitt mit neuen Zielen und Träumen. Entscheidungen werden getroffen, die schon lange fällig sind.
Ich mochte die 4 Frauen und habe sie gern begleitet.

Dieses Buch wird sicher nicht alle Leser ansprechen, da es um Protagonisten geht, die weit jenseits des üblichen Alters liegen. 60 Jahre alt und kurz vor der Rente interessiert nicht jeden Leser, aber mir hat es gezeigt, dass mit 60 noch lange nicht Schluss sein muss.
Auch dann hat man noch Freude am Leben und Wünsche, die man sich erfüllen möchte. Hat man dann noch so wunderbare Freunde an seiner Seite wie die Protagonisten im Buch, hat man das große Los gezogen.

Wann, wenn nicht jetzt, sagen sich die Frauen und genauso ist es. Worauf warten, weiß ich, ob ich später noch dazu komme?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. 
Ich war dabei, als sie ihre Wünsche vorlasen und durfte erleben, wie sie versuchten, diese umzusetzen. Dabei durfte ich mehr als einmal lachen.

Ein wunderbares Buch über Freundschaft auch im Alter, das ich sehr gern weiterempfehle. 


Bewertung:



Zum Autor:

(übernommen von Goldmann)
Birgit Schlieper, geboren 1968 in Iserlohn, hat Amerikanistik, Romanistik und Anglistik studiert, ihr Studium aber abgebrochen, als ihr ein Zeitungsvolontariat angeboten wurde. Seitdem schreibt sie unaufhörlich: von Reportagen bis zum Tagebuch und Gedichten, für Nachrichtenagenturen, die SZ und mehrere sehr erfolgreiche Jugendbücher. Vor kurzem beschloss sie, dass es nun an der Zeit sei, auch Romane für Erwachsene zu schreiben.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 14. September 2014

[Neuzugänge] der 37. KW 2014

Wir können nicht ohne Bücher und wie es aussieht, können die Bücher auch nicht ohne uns. Wieder sind uns Bücher ins Haus geflattert, die sich in unseren Regalen breit machen dürfen.

Diese Woche kamen diese Bücher zu uns:

Kerrys Neuzugänge:




Kleeblatts Neuzugänge:
- Lord Bown, Kate - Das Sonntagsmädchen 
- Wolff, Moses - Schrippenblues 
- Schlieper, Birgit - Zum Wünschen ist es nie zu spät 
- Schier, Petra - Der Hexenschöffe 
- Flechsig, Dorothea - Petronella Glückschuh. Naturforschergeschichten 
- Richell, Hannah - Das Jahr der Schatten 
- Luxat, Stefanie - Wie sag ich's meinem Mann 
- Rylance, Ulrike - Penny Pepper. alles kein Problem 
- Dutton, Annette - Das geheime Versprechen 
- Franck, Carlotta - Blau ist die Farbe der Liebe 
Welches von unseren Neuzugängen hättet ihr auch gern oder besitzt ihr vielleicht schon und könnt uns sagen, was uns da erwartet?

Wir wünschen euch einen schönen Sonntag und eine tolle Woche

Kleeblatt und Kerry