Willkommen auf unserem Leseblog




Auf diesem Blog stellen wir euch Bücher vor, die wir (Kleeblatt und Kerry) lesen werden bzw. die wir gerade gelesen haben.
Jedes Buch wird von uns mit Noten (Pfoten - siehe rechte Sidebar) bewertet, die nur unsere eigenen Meinungen wiederspiegeln.

Sie sind ein Verlag oder Autor und suchen Rezensenten für Ihre Werke? Wir freuen uns, wenn Sie uns fragen. Unsere Kontaktdaten finden Sie unten im Impressum

Mittwoch, 26. November 2014

[Challenge] Goldmann-Challenge 2015

Nachdem wir 3 Jahre erfolgreich mit der blanvalet-Challenge waren und diese bereits ins 4. Jahr geht, war es Zeit, eine weitere Challenge eines unserer Lieblingsverlage ins Leben zu rufen.
Die Rede ist vom Goldmann-Verlag.




Ich liebe die Bücher des Verlages, da sie voll auf meiner Wellenlänge liegen. Wenn es euch genauso geht, lade ich euch ein, gemeinsam mit mir die Welt der Bücher des Goldmann-Verlages zu entdecken.
Ihr könnt bei dieser Challenge alle Bücher aus euren Regalen kramen und sie lesen, wenn sie vom Goldmann-Verlag sind, es ist völlig gleich, ob ein älteres oder ein neueres Exemplar. Die einzige Bedingung besteht darin, dass auf dem Cover eindeutig das Logo vom Verlag zu sehen ist.
Wer nicht genug Bücher im Regal hat, der schaue sich doch einfach mal die Vielfalt der Goldmann Bücher im Gesamtkatalog des Verlages an. Auch ein Blick auf die Verlagsvorschauen lohnt sich.  

Natürlich geht es nicht ganz ohne Regeln.

 

Die Regeln: 
  • Im Zeitraum vom 01.01. - 31.12.2015 sollen mindestens 20 Bücher des Goldmann-Verlages gelesen und rezensiert werden (es muss der Verlag auf dem Buchcover erkennbar sein).
  • Wer teilnehmen möchte, hinterlässt bitte einen Kommentar unter diesem Post mit Angabe und Link zu eurem Blog.
  • Ein späterer Einstieg in die Challenge ist kein Problem, jedoch zählen erst die ab der Anmeldung rezensierten Bücher! Es lohnt sich also, sich vorher anzumelden und es einfach zu probieren.
  • Falls ihr auf eurem Blog über die Challenge berichten wollt, könnt ihr euch das Logo gerne mitnehmen. Eine weitere Bekanntmachung der Challenge auf FB, Twitter, Google+, in Foren etc. würde mich sehr freuen.
  • Es ist nicht nötig, eine Challenge-Seite auf eurem Blog zu führen. Die gelesenen und rezensierten Bücher müssen hier in das unten stehende Formular eingetragen werden. Es wird nur gezählt, was eingegeben wurde. Bei der Eingabe des Nutzernamens versucht bitte darauf zu achten, dass es immer derselbe ist, sonst ist eine Zuordnung zur Person recht schwierig (ich spreche da aus Erfahrung).
  • Die gelesenen Bücher dieser Challenge können auch gerne mit anderen Challenges kombiniert werden.  


Unterstützung:
Die 3 besten Teilnehmer, die über das Jahr die meisten Bücher vom Goldmann-Verlag gelesen und rezensiert haben, erhalten vom Verlag nach Ende der Challenge einen Preis. Fleiß, der Spaß am Lesen und unsere Sucht sollen ja belohnt werden.

Verwaltung:
Ich (Kleeblatt) werde die Challenge betreuen und euch regelmäßig einmal im Monat (nach Möglichkeit immer am 1. des Folgemonats) ein Update schreiben, damit ihr zu diesem Zeitpunkt erkennen könnt, an welcher Stelle ihr gerade unter den Teilnehmern steht. Gerne stehe ich euch für Fragen und Anregungen zur Verfügung.


Als letztes möchte ich uns gemeinsam ganz viel Spaß wünschen, immer wenigstens 1 Buch auf dem Lesestapel und Lust und Laune, um die unendlichen Weiten des Goldmann-Verlages zu ergründen.
Auf dass ganz viele Interessenten an dieser Challenge teilnehmen.

Liebe Grüße

Kleeblatt


Teilnehmer:
01. Kleeblatt - Lesendes Katzenpersonal
02. Kerry - Lesendes Katzenpersonal 
03. Hanne - BookLounge 
04. Numinala - Numinala's Bücherglück
05. Isabel - Belles Leseinsel
06. Suangel - Der Bücherzauber



Dienstag, 25. November 2014

[Rezension] Daniel Dersch - Imperium der Angst


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 616
ISBN: 978-1-477-82531-0
Erscheinungstermin: 8. Juli 2014
Format:
E-Book 
Verlag: Amazon Publishing

Klappentext gem. Amazon:
Die Kleinstadt Rockwell steht unmittelbar vor einer schrecklichen Katastrophe. Das leibhaftige Böse hat sich in der beschaulichen Ortschaft im Herzen von Maine eingenistet und gewinnt zusehends an Kraft. Dunkle Vorzeichen verdichten sich, ohne dass jemand etwas gegen das drohende Unheil unternimmt. Letzten Endes nehmen zwei kleine Jungen, Andy und Charlie, als Einzige den Kampf gegen das Böse auf. Dabei ahnen sie nicht, welche schrecklichen Opfer sie bringen müssen, um an ihr Ziel zu gelangen. Denn die ganze Welt scheint sich gegen sie verschworen zu haben und der Tod ist ihr ständiger Begleiter auf einer nervenaufreibenden Reise in das dunkle Herz der Finsternis.


Rezension:
Rockwell im Bundesstaat Maine in den USA ist eine Kleinstadt, wie es viele gibt. Die Zeiten sind hart, der Sommer hat eine Hitzewelle gebracht, sodass die gesamten Ernten verloren gingen. In dieser Kleinstadt lebt der 12-jährige Andrew "Andy" Morgan zusammen mit seinem 7-jährigen Bruder Charles "Charlie" bei seinem Onkel Walt(her) Brown. Vor einem Jahr starben ihre Eltern bei einem tragischen Autounfall und Walt hat sie als nächster Angehöriger aufgenommen. Doch glücklich sind die Jungen nicht bei ihrem Onkel, denn dieser ist nicht nur alleinstehend mit nunmehr zwei Kindern, er ist auch extrem jähzornig, sodass es sich Andy zur Aufgabe gemacht hat, seinen kleinen Bruder vor ihm zu beschützen. Nicht immer ist es leicht für den Jungen, doch Aufgeben kommt nicht in Frage und er weiß, sobald er alt genug ist, wird er Rockwell verlassen, so wie seine Mutter, Walts Schwester, es vor so langer Zeit getan hat und er wird Charlie mitnehmen und ein neues Leben beginnen, aber bis dahin ist es seine Pflicht, auf seinen kleinen Bruder zu achten.

Andy liebt seinen Bruder über alles und um ihn eine Freude zu machen, hat er sich bereit erklärt, den vollkommen verwilderten Garten seines Nachbarn Art Jenkins für 30 $ in Ordnung zu bringen und tatsächlich, trotz der Hitze, schafft er es und zieht damit, wie so oft, den Zorn seines Onkels auf sich, denn dessen Garten hätte es laut seiner Meinung ebenfalls nötig. Wirklich frei fühlen sich die beiden Brüder erst, wenn Walt auf der Arbeit ist. Was kaum zu glauben ist, er ist Polizist und nimmt es den Jungs mehr als übel, dass er nicht mehr seine heiß und innig geliebten Nachtschichten schieben kann, weil er sie jetzt am Hals hat.

Charles Decker jedoch, der Sheriff von Rockwell und Chef von Walt, hat derweil ganz andere Sorgen. Eine junge Frau ist spurlos verschwunden. An sich nicht weiter bedrohlich, allerdings handelt es sich hierbei nachweislich um die vierte (!) junge Frau innerhalb eines Jahres, die übrigen tauchten nie wieder auf. Gibt es in Rockwell einen Serienkiller? Von der letzten Vermissten wurde nur ihr Wagen aufgefunden, von ihr selbst gibt es keine Spur. Das Rätsel um die Frauen beschäftigt ihn sehr, er will es lösen, bevor er in einem Jahr in den Ruhestand geht. Doch mit der Ruhe in Rockwell ist es vorbei, als Kardinal Francesco nach Rockwell kommt. Zwar reißt er inkognito, doch er hat eine Aufgabe im Gepäck. Es wird die Ankunft der Bestie erwartet, genau in diesem Ort, ihre Ankunft steht unmittelbar bevor und wenn er sie nicht beseitigt, könnte das Schicksal der Menschheit besiegelt sein. Eines Nachts scheint ein Komet auf die Erde niederzukommen. Andy und Charlie entdecken dieses Geschehen durch Zufall und folgen der Spur. Im Wald entdecken sie dann ein niedliches kleines Wesen, das anscheinend ihrer Hilfe bedarf. Da dieses Wesen ernsthaft in Gefahr zu sein scheint, immerhin ist irgendwer in dem Wald hinter ihm her, beschließen sie, es zu beschützen und auf es acht zu geben ...


"Es wird ein wahres Imperium der Angst errichten und jeden töten, der sich ihm in den Weg stellt." Der Plot wurde ausgesprochen spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Was auch immer ich mir als Leser dachte, was als nächstes passieren würde, es kam anders, es war mir einfach unmöglich, den Plot vorherzusagen und ganz ehrlich, ich konnte es kaum erwarten, dass sich die Geschichte auflöste. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders sind mir hier natürlich Andy und sein kleiner Bruder Charlie ans Herz gewachsen. Diese beiden (noch recht) kleinen Jungen, die bereits so viel Leid erleben mussten und dennoch ehrlich in ihrer geschwisterlichen Liebe füreinander und bereit sind, für den anderen alles zu tun und alles zu geben, ja, man darf durchaus behaupten, ich habe mich ein bisschen in die beiden Jungen verliebt und in die Art, wie sie miteinander umgehen. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd zu lesen, sodass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen konnte und es einfach am Stück (616 Seiten!!!) lesen musste.


Bewertung


Der Autor:
Daniel Dersch wurde 1986 in München geboren. Seitdem er schreiben kann, schreibt er Geschichten. Die meisten seiner Arbeiten zeichnen sich dabei durch einen sehr temporeichen Plot, eine nicht alltägliche Prämisse und einen leichten Hang zum Übernatürlichen aus. So auch sein Horror-Bestseller "Fleisch und Blut", der inzwischen auch ins Englische übersetzt wurde. (übernommen vom Amazon)


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich gerne bei

Daniel Dersch

bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat. Auf weitere Bücher dieses Autoren bin ich schon mehr als gespannt.

Montag, 24. November 2014

[Rezension] Michael Langoth - IL PO - Kulinarische Impressionen



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Edition Styria in Verlagsgruppe Styria (27. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3990110705
ISBN-13: 978-3990110706
Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 2,7 x 32,7 cm

Inhalt gem. edition styria:
Die Po-Ebene: ein Reich des Wassers, der Flüsse und Kanäle am Südrand der Alpen, Paradies für Genießer und Heimat großartiger Produkte, die das Herz eines jeden Feinschmeckers höher schlagen lassen: Aceto Balsamico und Grana Padana, Arborio, Carnaroli und Polenta, Radicchio tardivo und San Daniele – hier wird Geschmack zelebriert und hier werden die seit Jahrhunderten überlieferten kulinarischen Glaubenssätze hochgehalten: vom ehemaligen Armeleuteessen, der Cucina povera, bis zu den raffinierten Gerichten der feinen Küche.
Michael Langoth hat sich wieder auf eine fantastische Entdeckungsreise begeben, er porträtiert die Landschaft der Po-Ebene und ihre Menschen und er präsentiert die authentische Küche der Region – eine faszinierende Begegnung voller Überraschungen.

Zum Buch:
Zu diesem Buch Kochbuch zu sagen, trifft es nicht richtig.
Es vermittelt Wissen über die italienische Po-Ebene, Warenkunde, ist ein fantastischer Bildband und bietet obendrein noch Rezepte.

Das Buch ist unterteilt in folgende Abschnitte:
- Die große Ebene am Südrand der Alpen
- Kochtechnik
- Haptisches Design
- Auf den Punkt gebracht
- Die Kunst des Schmorens
- Minestre & Zuppe
- Vegatarische Meisterwerke
- Kulinarische Glaubenssätze

Im ersten Abschnitt erzählt der Autor über die Gegend am Südrand der Alpen. Das Leben, das Klima, das Wasser, die Berge, nichts wird außer Acht gelassen. Er zeigt die historischen Wurzeln und berichtet aus der kulinarischen Geschichte, beginnend 10.000 Jahre v. Christus. Aber auch vom Heute erfährt man, vom größten Markt, von Fleisch und Käse.
Viel Wissenswertes gibt es zu berichten, so erfährt man beispielsweise, dass der Parmaschinken 10 - 12 Monate zum Reifen braucht und auch von den verschiedenen Reifezeiten von Käse.
Interessant für mich war die Erkenntnis, dass der Aceto Balsamico, den ich verwende, nur ein Imitat eines ausgesprochen teuren Originalrezeptes ist. So muss das Original z.B. mindestens 12 Jahre reifen, eine spezielle Form davon sogar 25 Jahre.

Unter der Rubrik Kochtechniken findet man alles, was man zum Kochen braucht. Basisgewürze wie Butter, Olivenöl und Knoblauch oder auch die Aufzählung der nötigen Zutaten für die Pasta. Zusätzliche Aromen lassen sich durch Kräuter oder z.B. Rosinen oder Steinpilze und Essig bzw. Zitrone vertreten.
Natürlich fehlt in einem Italienbuch auch nicht die Aufzählung der verschiedenen Pastasorten und wozu man sie anwendet.
Ein paar Seiten sind direkt der "Kochtechnik Pasta" gewidmet, ebenso wie dem Risotto, dem Schmoren, der Suppe, dem Gemüse. Ergänzt werden die Kochtechniken mit Benennung des Equipments und den Basiszutaten.
Alle Kochtechniken werden mit Rezepten bereichert.

Zu den jeweiligen Rezepten gibt es kurz etwas Wissenswertes zum Gericht, die Zutaten und die Zubereitung, oftmals zusätzlich sogar in italienisch, sozusagen im Original.
Sehr gut gefällt mir, dass bei jedem Rezept untern eine Aufstellung von Fotos der Zutaten vorhanden ist.

Es macht nicht nur Spaß, die verschiedenen Rezepte nachzuarbeiten, es macht Spaß, das ganze Buch durchzublättern. Fantastische ganzseitige Fotos komplettieren das Buch und machen es zu etwas besonderem. Bildband, touristischer und kulinarischer Führer in einem. Unterhaltsam, informativ und appetitanregend, was will man mehr.

Ich kann dieses Buch in jeder Hinsicht nur weiterempfehlen.

Hier noch ein kleiner Blick auf meine Gerichte, aber bedenkt bitte, ich bin kein Fotograf :-)

Penne alla Carbonara (Penne mit aromatisierter Pancetta, Parmesan & Ei) Rezept Seite 139
Ragu alla Bolognese (Bologneser Fleischragout) Rezept Seite 162












Bewertung:


Zum Autor:
(übernommen von Edition Styria)
Michael Langoth ist Fotograf, Musiker und Koch und beschäftigt sich schon seit Langem mit verschiedenen Ausdrucksformen von Kreativität und deren gemeinsamen, verbindenden Elementen. Seit 30 Jahren fotografiert er Essen im Studio Trizeps, das er mit Josef Fallnhauser in Wien betreibt. In diesem „kulinarischen Labor“ werden neben innovativen Bildsprachen auch neue Aspekte des Kochens erforscht und medial verarbeitet. 2013 erschien in der Edition Styria sein Buch Mekong Food, das mit der Silbermedaille der Gastronomischen Akademie Deutschlands ausgezeichnet wurde.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Britta Orlowski - Maistöcke



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 469 Seiten
Verlag: bookshouse (8. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9963524885
ISBN-13: 978-9963524884
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 3,8 cm

Inhalt gem. Bookshouse:
Bevor sich Levke in ihrem neuen Zuhause im Havelland einleben kann, wird sie Witwe. Albträume quälen sie. Wieso glaubt sie, dieses fremde Dorf zu kennen?
Als sich unlösbare Todesfälle häufen, sucht Levke nach Antworten. Ist Jack the Ripper für das Morden verantwortlich? Welches Geheimnis birgt die Kräuterfrau Jordis? Und was hat es mit dem Quilt der verlorenen Seelen auf sich?
Das größte Rätsel aber gibt ihr der attraktive Seemann mit den violetten Augen auf: Silas Böttcher, der plötzlich wieder in Bützer lebt. Hoffentlich begeht Levke keinen folgenschweren Fehler, indem sie ihm vertraut, denn etwas an ihm geht ihr tief unter die Haut.

Zum Buch:
Die 5-jährige Lena lebt mit ihren Eltern auf einem Kahn und befindet sich gerade in Bützer. Dort wird Annemarie, die Schwester von ihrem Spielkameraden Thure vermisst. Lena findet sie, im Wasser ... tot.

12 Jahre später kehrt Lena, die nun Levke, ihrem 2. Vornamen gemäß genannt wird, gemeinsam mit ihrem Mann Jochen Krömer nach Bützer zurück. Ihr Mann hat dort ein Haus, das Kapitänshaus. Kurz darauf stirbt er und hinterlässt Levke als Witwe. 
Levke hat keine Erinnerung mehr an die Geschehnisse von vor 12 Jahren, aber es gibt Momente, wo ihr Dinge oder Ereignisse bekannt vorkommen, die sie nicht zuordnen kann.
Sie lernt Thure kennen, der das Tagebuch seiner Schwester Annemie gefunden hat. In diesem findet er Andeutungen, der Silas, dem ehemaligen Freund seiner Schwester für ihn als Schuldigen am Tod seiner Schwester darstellt. All die Jahre hindurch hat er sie nie vergessen, denn er als Jüngster hatte zu seiner ältesten Schwester eine besondere Beziehung. Thure bittet Levke um Mithilfe, den Mörder, denn für ihn war es kein Selbstmord, zu finden.
Diese fühlt sich zu Silas, dem Mann mit den violett schimmernden Augen hingezogen und kann und will nicht glauben, dass er schuldig ist. Aber auch zu Thure entwickelt sich eine Art Zuneigung.
Dann geschehen weitere Morde und sie weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann...

Britta Orlowski, die ich von der St. Elwine-Reihe her kenne, hat sich hier in ein ganz anderes Genre begeben. Sie ist unter die Historiker gegangen und hat ihren Roman zum Ende des 19. Jh. in Bützer in Brandenburg angesiedelt.

Sehr gut recherchiert, sowohl was die örtlichen Begebenheiten angeht, wie auch die medizinischen Belange zu der damaligen Zeit, macht es wahrlich Spaß, gemeinsam mit den Protagonisten in diese Zeit abzutauchen.
Interessant war auch zu erfahren, dass Frauen, so sie nicht verheiratet sind und volljährig, immer einen Vormund benötigten, um Geschäfte abzuwickeln.

Der technische Fortschritt ist merklich auch nicht mehr aufzuhalten, sowohl was das Fahrrad oder das Auto angeht als auch Verbesserungen für eine Mühle.

Geschickt verbindet die Autorin die Morde mit dem zu der Zeit in London mordenden Jack the Ripper. Ist dieser etwa nun in Bützer gelandet und treibt dort sein Unwesen?

Britta Orlowski gelingt es mühelos, den Leser in die Geschichte und die Zeit hineinzuziehen. Sie baut von Beginn an Spannung auf und kann diese auch halten, bis man endlich weiß, wer für die Morde verantwortlich ist und die Frage beantwortet ist, ob die jetzt stattfindenden Morde mit dem Tod von Annemie im Zusammenhang stehen.

Es ist eine Geschichte voll Liebe und Hoffnung, aber auch voll Schuld, Schuldgefühlen, Rache, Hass und Verbitterung. 
Eine einmal gefasste Meinung über einen vermeintlich Schuldigen lässt sich schwer korrigieren und macht blind für offensichtliches.

Mit den Protagonisten konnte ich mich gut identifizieren, ihre Handlungen waren nachvollziehbar und glaubhaft.
Neben Levke, Thure und Silas war mir auch Jordis sehr sympathisch, die Kräuterfrau, die eine nicht unwesentliche Rolle spielte.
Sehr gekonnt hat die Autorin auch wieder ihr Markenzeichen, das Quilten, mit in die Handlung eingebaut. Da bekommt man doch regelrecht selbst Lust, die Nähmaschine aus der Ecke zu holen und loszulegen.

Ein sehr schöner Roman mit Liebe, Spannung und einigem Hintergrundwissen, den ich sehr gern weiterempfehle.   

Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen von Bookshouse)


Britta Orlowski wurde im Jahr 1966 geboren – eine Schnapszahl ich weiß, meine Eltern hätten gleich stutzig werden sollen. Stattdessen zogen sie mich mit viel Liebe, Wärme und schönen Geschichten auf. Sie nahmen meine zahlreichen kreativen Experimente gelassen hin und nährten meine ohnehin uferlose Fantasie noch mit zauberhaften Erzählungen über Spielzeug, welches zum Leben erwacht, sobald ich des abends eingeschlafen sei.
So wuchs ich also in meiner Geburtsstadt Rathenow auf, absolvierte die zehnklassige polytechnische Oberschule und erlernte den Beruf der stomatologischen Schwester in der Kreispoliklinik.
Ich angelte mir einen netten Mann, dem ich sage und schreibe im taufrischen Alter von fünf Jahren zum ersten Mal begegnete und ihn sogleich aus tiefstem Herzen verabscheute. Zum Glück änderte ich später meine Meinung - wir heirateten und gründeten eine Familie. Ihm verdanke ich meine lieben Söhne, die überhaupt die schönsten Babys der Welt waren.
Im Erziehungsurlaub wurde mir rasch langweilig. Beim Aufräumen stieß ich auf die Manuskripte aus meiner jugendlichen Sturm- und Drangzeit. Ich begann erneut Geschichten zu schreiben - nur so für mich. Wenige Jahre später infizierte ich mich mit dem Patchworkvirus und hänge seitdem an der Nadel. Doch auch das Schreiben ließ mich nicht mehr los. Nach einigen Überlegungen kam ich zu dem Schluss, dass es bestimmt einen Weg gibt, beide Hobbies zu verbinden. So entstand mein erster Roman „Rückkehr nach St. Elwine“.
Da mir der Abschied von meinen Hauptfiguren am Ende so schwer fiel, war die Idee geboren, daraus mehr zu machen. Eine lockere Serie, mit in sich abgeschlossenen Geschichten, die stets am gleichen Ort, dem fiktiven Küstenstädtchen in der Chesapeake Bay, spielen. Nach langem Suchen habe ich nun ein begeisterungsfähiges Verlagsteam gefunden.

Von Britta Orlowski wurden gelesen und rezensiert:


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 23. November 2014

[Neuzugänge] der 47. KW 2014

Tja, diese Woche muss ich (Kleeblatt) den Neuzugängepost wieder einmal allein bestreiten.
Bei Kerry wollte diese Woche kein Buch Unterschlupf finden, dafür aber bei mir wieder vermehrt.

Und das sind die Schätze der letzten Woche: 



Kleeblatts Neuzugänge:
- Letocha, Thomas - Oma Else startet durch 
- Koch, Krischan - Thies Detlefsen 02: Mordseekrabben 
- Martin-Lugand, Agnés - Glückliche Menschen küssen auch im Regen 
- Krätschmar, Tania - Clara und die Granny-Nannys 
- Orlowski, Britta - Maistöcke 
- Baumann, Margot S. - Lavendelstürme 




Gibt es einen meiner Neuzugänge, den ihr auch gern hättet oder besitzt ihr vielleicht schon und könnt mir sagen, was mich da erwartet?

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und eine tolle Woche

Kleeblatt

Freitag, 21. November 2014

[Rezension] Jutta Maria Herrmann - Hotline



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Knaur TB (3. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426514567
ISBN-13: 978-3426514566
Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 2,5 x 19 cm

Inhalt gem. Knaur:
Keine Polizei - never ever. So lautet die unumstößliche Maxime der Beichthotline. Aber was tun, wenn eine Anruferin ankündigt, ihr neugeborenes Kind lebendig zu vergraben? Ein schlechter Scherz, konstatiert Chris, Initiator der Hotline, als seine Freunde und Kollegen statt einer Kinderleiche eine lebensgroße Puppe auf dem Friedhof ausgraben. Dann meldet sich die mysteriöse Anruferin erneut und verkündet, dies sei erst der Anfang ...

Zum Buch:
Sie sind 4 Freunde, die gemeinsam eine Hotline betreiben. Chris, der Initiator, sein Freund Rick, Konrad und dessen hochschwangere Freundin Paula.
Es ist eine Beichthotline und sie haben sich zur Maxime gemacht, niemals die Polizei einzuschalten.
Da bekommt Rick eines Abends einen Anruf von einer Frau, die droht, ein neugeborenes Kind zu vergraben. Paula und Rick machen sich unverzüglich auf den Weg und wollen das Baby retten, was sie aber letztendlich finden, ist eine vergrabene Puppe. Sie halten es für einen schlechten Scherz, aber kurz darauf bekommt Rick einen weiteren Anruf dieser Frau, die ankündigt, dass das erst der Anfang wäre... 

Dieser Thriller ist das Debütwerk der Autorin Jutta Maria Herrmann. Sie hat mit ihrem Roman ihre eigene Messlatte für künftige Werke ziemlich hoch gesetzt. 

Es gelingt der Autorin mühelos, mich von Beginn an in ihren Bann zu ziehen. Die Story packt einen und lässt den Leser nicht mehr los. Durch die angehm kurzen Kapitel muss man sich nicht durchquälen, sondern wird förmlich vorwärtsgestoßen. Der Gedanke, ach ein Kapitel kann ich noch lesen, zieht sich durch das ganze Buch und im nu merkt man, dass man gar nicht imstande ist, das Buch aus der Hand zu legen, weil die Handlung einen so fesselt. Man will wissen, wie es weitergeht, wie es endet.

Die 4 Freunde leben gemeinsam in einer WG und betreuen die Beichthotline. Vieles müssen sie sich anhören, aber als Rick eines Tages von einer Anruferin zu hören bekommt, dass sie ein Baby vergraben will, steht er unter Schock und weiß nicht so richtig, wie er reagieren soll.
Es entpuppt sich allzu bald zu einem mörderischen Spiel der Anruferin, in den die 4 Freunde unwissentlich verstrickt werden. Denn einer von ihnen hat vor langer Zeit ein Unrecht begangen und alle müssen es nun ausbaden.
Selbst wenn mir als Leser bald klar war, wer sich hinter der Anruferin verbirgt und man ahnt, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird, bleibt es trotz der Erkenntnis spannend.

Im Laufe der Geschichte erfährt man als Leser auch mehr zu den einzelnen Protagonisten, so dass sie alles andere als farblos sind und man sich mit ihnen identifizieren kann. Jeder von ihnen hat eine Vergangenheit und auch im eigenen Umfeld schon einiges erlebt. Jeder hat Wünsche und Hoffnungen, die sich nicht so einfach umsetzen lassen.

Zwischendurch erhält der Leser Einblicke in das Leben und die Gedanken der Anruferin. Es sind Abschnitte, in denen diese wie von außen betrachtet wird und als DU angesprochen wird. Das hat irgendwie etwas unwirkliches und bedrückendes an sich.

Dieser Debütroman der Autorin hat mich voll und ganz überzeugt. Er ist packend,  spannend und lässt es nicht zu, dass man ihn aus der Hand legt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, lässt sich gut lesen und fesselt den Leser.

Auch wenn die Autorin Jutta Maria Herrmann sagt, dass es ein Einzelroman ist, könnte ich mir gut eine Fortsetzung vorstellen, Potenzial dazu wäre da. Vielleicht lässt sie sich ja erweichen. Aber egal, ob oder ob nicht, ich bin auf jeden Fall auf ihr nächstes Werk gespannt und wünsche ihr, dass sie das angesetzte Niveau halten kann.
Ein Thriller, den ich sehr gern weiterempfehle.


Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen von Knaur)
Mitte der Achtziger strandete die Saarländerin Jutta Maria Herrmann in Berlin, studierte Germanistik und Filmwissenschaften, sympathisierte mit der Hausbesetzerszene und stürzte sich ins Nachtleben. Sie war u.a. als Buchhändlerin, Putzfrau, Sekretärin, Synchrondrehbuch-Autorin und Veranstalterin von Punkkonzerten tätig. Heute arbeitet sie für eine Tageszeitung und lebt mit ihrem Mann, dem Autor Thomas Nommensen, vor den Toren Berlins. Ihr Psychothriller „Hotline“ ist im Knaur Verlag erschienen.




Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Jutta Maria Herrmann und bei der



bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 20. November 2014

[TTT] - Top Ten Thursday #183

Auch in dieser Woche mache ich wieder beim Top Ten Thursday, organisiert von Steffis Bücher Bloggeria mit.

http://buecher-bloggeria.blogspot.de/


Diese Woche lautet das Thema:

"10 Bücher, deren Cover zur Jahreszeit Herbst/Winter passen"

Herbst/Winter? Himmel, mir wird jetzt schon nicht mehr wirklich war und dann so ein Thema - ich habe das Gefühl, ich werde den Rest des Tages bibbern.


 
Puh, das war gar nicht so einfach. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so wenige (E-)Books habe, die zum Thema passen. Mal schauen, ob ich mit jemandem ein Buch gemeinsam habe.
 
Ich wünsche euch eine schöne Restwoche

Liebe Grüße

Kerry